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Annelies Laschitza verstorben

Die Historikerin Annelies Laschitza ist tot. Wie jW aus dem Kreis ihrer ehemaligen Institutskollegen erfuhr, verstarb sie am 10. Dezember in Berlin. Die 1934 in Leipzig geborene Laschitza war vor allem als Biographin Rosa Luxemburgs und Bearbeiterin der 2017 abgeschlossenen Edition der gesammelten Werke Luxemburgs in Fachkreisen international bekannt. In der Internationalen Rosa-Luxemburg-Gesellschaft spielte sie bis zuletzt eine führende Rolle. Laschitza kam über die Arbeiter- und Bauernfakultät der Universität Leipzig zur Wissenschaft. Als junge Historikerin gehörte sie zu dem Forschungskollektiv, das die 1966 herausgekommene achtbändige »Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung« erarbeitete. Von 1971 bis 1989 war sie Professorin am Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (IML) und dort Sektorleiterin in der Abteilung Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung von den Anfängen bis 1945. Im Dezember 1989 ging aus dem IML das Institut für Geschichte der Arbeiterbewegung hervor, wo Laschitza bis zur Schließung durch die Treuhand im März 1992 Forschungsbereichsleiterin war. Ein Nachruf folgt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2018, Seite 10, Feuilleton

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