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Aus: Ausgabe vom 13.11.2018, Seite 10 / Feuilleton
Literatur

Berliner Verlagspreis

In Berlin wurde am Sonntag zum ersten Mal der im Frühjahr von den Senatsverwaltungen für Kultur und Wirtschaft ins Leben gerufene Verlagspreis vergeben. Er geht von nun an jährlich an unabhängige Verlage, um den Branchenstandort Berlin zu stärken. Für den mit 35.000 Euro dotierten Hauptpreis kommen nur Häuser mit einem Jahresumsatz von weniger als zwei Millionen Euro in Frage. Kandidaten für die zwei mit jeweils 15.000 Euro dotierten Förderpreise dürfen nur halb soviel umsetzen. Zum ersten Hauptgewinner wurde bei einem Festakt im Deutschen Theater der Verlag Klaus Wagenbach gekürt. 1964 in Westberlin gegründet, hatte der über die Jahrzehnte alles mögliche im Programm, von Franz Kafka über Ulrike Meinhof bis zu Stephan Hermlin, von Karl May über Ingeborg Bachmann bis Wolf Biermann. In letzter Zeit war es stiller um ihn geworden. Die Förderpreise gingen an das Verlagshaus Berlin, das sich auf Gegenwartslyrik und Illustration spezialisiert hat, und den Verlag Reprodukt, dessen Comicprogramm »auch für junge Menschen« überzeugend sei, wie die Jury hervorhob. (dpa/jW)

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