Aus: Ausgabe vom 13.11.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: System Strom

Hintergrund | So., 18.40 Uhr, DLF

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Im Zuge der Energiewende muss sich das Stromnetz an der Produktion ausrichten und nicht wie bisher am Verbrauch

In der BRD fällt meist der Strom aus, wenn die Rechnung dafür zu teuer wurde. Aber auch das Netz ist anfällig für Ausfälle. Unter welchen Bedingungen heutzutage das europäische Stromnetz operiert, war Thema der am Sonntag abend ausgestrahlten »Hintergrund«-Sendung im Deutschlandfunk. So lernen wir, dass ein Verbund von 43 Unternehmen aus 36 Ländern für den Betrieb und die Stabilisierung zuständig ist.

Die Energiewende soll bewirken, dass kein Strom mehr aus Kernkraft oder durch Verbrennen fossiler Stoffe erzeugt wird. Doch dieses Vorhaben stellt das System insgesamt vor ein Problem: Es ist ausgelegt für einzelne große Kraftwerke, die eine gewisse Grundlast einspeisen. Heute aber liefern vor allem viele kleine Erzeuger dezentral, was den verstärkten Einsatz von IT im Netz erfordert. Derweil stockt der Netzausbau nach wie vor, was die Bundesregierung durch schnellere Genehmigungen beheben will. (mb)


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