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Stellen für Meldung von Antisemitismus geplant

Düsseldorf. In allen großen Städten der BRD soll es künftig Anlaufstellen zur Meldung antisemitischer Vorfälle geben, die unterhalb der Strafbarkeitsgrenze liegen. Es dürfe in der Gesellschaft »keine Gleichgültigkeit gegenüber antisemitischen Übergriffen herrschen«, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, der Rheinischen Post (Freitagausgabe). »Mein Ziel ist es, dass wir einen Überblick bekommen, wie viele antisemitische Vorfälle es unterhalb der Strafbarkeitsgrenze gibt – beispielsweise Pöbeleien, Schmierereien oder Anfeindungen«, so Klein. Die Anlaufstellen sollen durch Mittel des Bundesfamilienministeriums finanziert werden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2018, Seite 2, Inland

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