Aus: Ausgabe vom 18.05.2018, Seite 10 / Feuilleton

Meisners Altar

Ein kleiner gotischer Altar aus dem Nachlass von Kardinal Joachim Meisner ist in Köln für 400.000 Euro versteigert worden. Hinzu kommt noch ein Aufgeld von 114.000 Euro, so dass sich ein Gesamtpreis von mehr als einer halben Million Euro ergebe, sagte Kilian Jay von Seldeneck vom Auktionshaus Lempertz am Mittwoch in Köln. Der Bieter kam aus dem Ausland. Meisner hatte den aus der Toskana stammenden Altar Ende der 1980er Jahre von einer Kunstsammlerin geschenkt bekommen. Der tatsächliche Wert dürfte ihm nicht bewusst gewesen sein, da das Stück nur für einen Bruchteil des Schätzpreises von 120.000 bis 160.000 Euro versichert gewesen sei. Insgesamt wurden bei der Versteigerung von Stücken aus dem Meisner-Nachlass 840.000 Euro erzielt. Für viele Käufer spiele es zunehmend auch eine Rolle, wer die Werke vorher besessen habe, sagte Seldeneck. Der Erlös fließt an die Kardinal-Meisner-Stiftung, die Gemeinden im Erzbistum Köln sowie in Osteuropa fördert. (dpa/jW)

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