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Leserbrief zum Artikel Faschistischer Terror: Anschlag an Jom Kippur vom 10.10.2019:

Widerstand jetzt!

Ich habe gerade von den faschistischen Anschlägen gegen die Synagoge in Halle und im Nachbarort gelesen. Das ist jetzt wirklich nichts anderes mehr als offener Faschismus! Es hat mir fast die Luft zum Atmen genommen, als ich das gelesen habe! Aber uns darf braune Scheiße nirgendwo lähmen, sondern wir müssen verstärkt antifaschistisch kämpfen, überall, wo Faschismus auftritt und eben auch mordet! Alle antifaschistischen Frauen und Männer müssen unabhängig von ihren sonstigen politischen Unterschieden und vielleicht auch Gegensätzlichkeiten gemeinsam allen rassistischen, faschistischen und sexistischen Worten und Taten konsequent entgegentreten, und so fordere ich dazu auf, dass wir in all unseren Städten, Gemeinden, Orten baldmöglichst eben nicht mehr gelähmt, sondern mit aller Kraft und klaren, lauten Worten gegen faschistischen Terror demonstrieren! Die trauer über die Toten ist da und muss auch ihren Raum finden, aber in der Öffentlichkeit sind der Kampf und unsere antifaschistische Wut das entscheidende! Mein Vater hat seinen faschistischen »Beitrag« im »Dritten Reich« geleistet, und seit ich das weiß, ist es mir noch mehr Verpflichtung als vorher, alles mir mögliche zu tun, damit es nicht ein »viertes Reich« gibt!
Es ist fast zu spät, um offenen Faschismus in der BRD zu verhindern, aber wir müssen jetzt alle sofort mit unserem massenhaften antifaschistischen Widerstand beginnen. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Ruth
Veröffentlicht in der jungen Welt am 11.10.2019.
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