RLK 2014

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    Talkin' Bout a Revolution

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    Den besten Revolutionsliedern will Melodie&Rhythmus ein Denkmal setzen: Über die Top Ten der wichtigsten Songs zum Klassenkampf und zu internationalen Befreiungsbewegungen können die Teilnehmer der Rosa Luxemburg Konferenz direkt abstimmen. Die Redaktion hat 50 Lieder vorausgewählt: Ein wilder Mix von Musikstilen - von Bob Dylan bis Rage Against the Machine. Am junge Welt-Stand gibt es die Stimmzettel inklusive Vorschlagsliste, die Wahlurne steht daneben.  Alternativ können die Stimmzettel auch bis zum 18. März per Post an die Redaktion von Melodie&Rhythmus (Torstr. 6, 10119 Berlin) geschickt werden. Zur Auswahl stehen 50 ältere und neuere Lieder, die meisten davon gut bekannt. Daraus sollen zehn Songs ausgewählt werden.

    Nicht auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz? Auch im Internet kann abgestimmt werden. Hier gibt es auch kurze Hörbeispiele von jedem der zur Auswahl stehenden Songs.

    Unter allen Teilnehmer werden 100 Exemplare der druckfrischen »Class War«-Ausgabe der Melodie&Rhythmus verlost. Darüber hinaus gibt es zehn Jahresabonnements, dreimal Bernd Köhlers » Keine Wahl - ein Lieder- und Geschichtenbuch und eine CD« und fünfmal das Tribut-Doppelalbum » Franz Josef Degenhardt – Freunde feiern sein Werk« zu gewinnen!

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    Zu früh gefreut?

    Mit großem Applaus haben die Teilnehmer der Rosa-Luxemburg-Konferenz begrüßt, daß Die Partei Die Linke im Auswärtigen Ausschuß des Bundestages von der Abgeordneten Sevim Dagdelen als Obfrau vertreten wird. Zumindest, wenn es nach den zuständigen Fachpolitikern der Fraktion geht.

    Der Abgeordnete Stefan Liebich, der Mitglied der Atlantikbrücke ist und Die Linke für Auslandseinsätze der Bundeswehr öffnen möchte, hat bei einer Abstimmung der Fachpolitiker im Bereich Internationales in der Fraktion nur eine Stimme Unterstützung bekommen, Dagdelen elf. Mit der Niederlage gibt sich der Sprecher der parteirechten Strömung »Forum Demokratischer Sozialismus« nicht zufrieden. Er will sich in der Gesamtfraktion erneut zur Wahl stellen. Unklar ist, ob die Fraktion in der politischen wichtigen Causa ihren Fachpolitikern folgt.

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    Perspektivwechsel: Ein Blick von der Bühne

    André Scheer
    Nahezu jeder Platz besetzt: Blick in den Saal der Urania
    Nahezu jeder Platz besetzt: Blick in den Saal der Urania

    Es gibt unangenehmere Aufgaben, die von den vielen Helferinnen und Helfern der Rosa-Luxemburg-Konferenz erledigt werden müssen, als wie ich heute vormittag zwei Stunden lang auf der Bühne zu sitzen. Doch es ist zugleich mehr, als nur die Referenten anzusagen, auch wenn dies bei Sprechern wie Denis Goldberg, Anders Kaergaard oder Jörg Kronauer natürlich eine besondere Ehre ist.

    Es ist auch der undankbare Job, einem Redner mit einem spannenden Beitrag einen Zettel hinschieben zu müssen, er möchte zum Ende kommen. Oder interessierten Besuchern nicht mehr das Wort für eine Nachfrage erteilen zu können – denn jeder einzelne unserer Referenten könnte mit seinem jeweiligen Thema einen kompletten Abend bestreiten.

    Es ist die Vielfalt sowohl der Redner als auch der Gäste und der Helfer, die das Besondere der Rosa-Luxemburg-Konferenz ausmacht. Und zugleich ist es die Gemeinsamkeit einer Analyse, die Kriege nicht für Naturkatastrophen hält, sondern fragt, in wessen Interesse sie geführt werden. Es ist kein Zufall, daß das Wort Imperialismus sowohl in der Tageszeitung junge Welt als auch während dieser Konferenz öfter fällt, als es in den Mainstream-Medien der Fall wäre.

    Viel Beifall für den Vortrag von Anders Kaergaard
    Viel Beifall für den Vortrag von Anders Kaergaard

    Schon jetzt ist absehbar: Diese könnte die größte der bislang 19. Rosa-Luxemburg-Konferenzen werden. Schon am Morgen ist der Saal voll, an den Eingängen stauen sich die Menschen. Wir müssen einen zusätzlichen Saal öffnen, in den alle Beiträge in Ton und Bild direkt übertragen werden – und auch dieser ist in kürzester Zeit voll. Und es wird den Reden konzentriert gelauscht, donnernder Applaus und erregte Zwischenrufe sind der Beleg dafür. Und zugleich machen die Teilnehmer dem Moderatorenteam auf der Bühne die Arbeit einfach – absichtliche Störungen sind zum Glück Fehlanzeige.

    Und wie es Denis Goldberg, der Veteran aus dem Freiheitskampf Südafrikas, zu Beginn seines Beitrags sagte: »Liebe Genossen und liebe Freunde, die ich hoffentlich auch bald Genossen nennen kann...« – Dieser Wunsch dürfte bei so manchem in Erfüllung gehen.

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    Mandelas Vermächtnis präsent

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    Ein Kampfgefährte Nelson Mandelas am Rednerpult der Rosa-Luxemburg-Konferenz: Denis Goldberg erinnerte an das Credo Mandelas, dass Südafrika allen gehören solle, die dort leben.
    In seinem Vortrag schlug Goldberg einen Bogen von der »Berliner Konferenz«, auf der 1884/85 Afrika unter den europäischen Kolonialmächten aufgeteilt wurde, über die Revolution in Kuba 1959, die  auch für den Kampf im südlichen Afrika von großer Bedeutung war, bis hin zu blutigen Arbeitskämpfen von Bergarbeitern in seinem Land heute.
    Denis Goldberg wurde1933 als Sohn litauischer Juden in Kapstadt geboren. 1961 schloß er sich dem bewaffneten Arm des ANC im Kampf gegen die Apartheid an und wurde gemeinsam mit Nelson Mandela zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach seiner Freilassung 1985 vertrat er den ANC in London und vor der UNO.


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    Solidarisch sein, Fluchtgründe bekämpfen!

    Oranienplatz bleibt! Vertreter der Flüchtlinge auf der Bühne der
    Oranienplatz bleibt! Vertreter der Flüchtlinge auf der Bühne der Konferenz

    Moderatorin Esther Zimmering begrüßte auf der Bühne die Berliner Grünenpolitikerin Canan Bayram, die das Protestcamp der Flüchtlinge auf dem Berliner Oranienplatz und vergleichbare Aktionen von Asylsuchenden bundesweit unterstützt. Durch die deutsche Asylpolitik werde die Traumatisierung der Betroffenen fortgesetzt, sagt Bayram.

    Dann holte Bayram drei Vertreter der Flüchtlingsgruppe vom Oranienplatz zu sich aufs Podium – Menschen, denen die Kraft geblieben ist, sich gegen die Zustände in den Lagern, die Residenzpflicht, das Arbeitsverbot und andere Sondergesetze aufzulehnen.

    Hakim, ein türkischer Linker, will nicht nur über die Behandlung der Flüchtlinge in Deutschland sprechen, sondern auch über die Fluchtgründe: „Weltweite Kriege und das kapitalistische System." Napuli Langa lehnt die Spaltung ihres Landes konsequent ab: „Ich bin aus dem Sudan – ich möchte nicht Nord- oder Südsudan sagen, ich bin Sudanesin", sagt die Aktivistin aus dem Flüchtlingscamp. Die Spaltung sei nur im Sinne des Kolonialismus.

    Canan Bayram wirbt dafür, daß die Flüchtlinge endlich ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten. Gerade angesichts der Traumatisierungen, unter denen viele von ihnen leiden. Doch der politische Wille der CDU fehle dazu ebenso wie der politische Mut der SPD, so Bayram. Die Linke-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke rief dazu auf, die Flüchtlinge weiter zu unterstützen, Solidarität in jederlei Rücksicht zu zeigen.

    Dem Zeltlager von Flüchtlingen am Oranienplatz im Ortsteil Kreuzberg und einer besetzt gehaltenen Schule droht der Berliner Senat, allen voran CDU-Innensenator Henkel, mit Räumung. Ein Zelt der Flüchtlinge mit Fotos, die über ihren Kampf berichten, steht heute auch im Innenhof der Urania. Besucherinnen und Besucher der Rosa-Luxemburg-Konferenz können sich dort informieren und ins Gespräch kommen. Auch eine Theaterperformance der Refugees vom Oranienplatz vor der Urania stand heute noch auf dem Programm.
     

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    Grußbotschaft von Arnaldo Otegi

    Arnaldi Otegi (rechts) wurde von der spanischen Staatsmacht inha
    Arnaldi Otegi (rechts) wurde von der spanischen Staatsmacht inhaftiert

    Grußwort von Arnaldo Otegi, Generalsekretär der linken baskischen Partei Sortu, an die XIX. Rosa Luxemburg Konferenz in Berlin

    Liebe Compañeras und Compañeros,

    Aus irgend einem Grunde hat es das Schicksal so gewollt, dass ich immer wenn ich zu Eurer Konferenz etwas beitragen wollte, durch bestimmte Sachzwänge der spanischen Monarchie daran gehindert wurde.

    Vor einigen Jahren war es ein Sondergericht, die Audiencia Nacional (Erbin des TOP aus der Francodiktatur) die mir die Reise zu Euch verbot, heute kann ich aus dem einfachen Grunde nicht, weil ich inzwischen seit 4 Jahren für den schweren Tatbestand, eine politische Lösung im Konflikt der Basken mit dem spanischen Staat vertreten zu haben, im Gefängnis sitze.

    Auf dieser intellektuell als auch physisch „begeisternden" Reise begleiten mich einige junge baskische Revolutionäre wie Sonja, Miren und Arkaitz, aber auch alte Hasen des gewerkschaftlichen Kampfes der Klassengewerkschaft wie Rafa Diez. Alle sitzen ihre Strafen in irgendwelchen Knästen des spanischen Königreiches ab. Soviel zu uns, erwähnen möchte ich eher die tatsächlichen Protagonisten der Gesellschaftlichen Veränderung, die Menschen die sie vorantreiben müssen. Liebe Genossinnen und Genossen, wir erleben heute und jetzt eine authentische Krise der Zivilisation, sowohl ökonomisch, ökologisch, energetisch und politisch.

    Wir erleben ein Szenario der wachsenden Unsicherheit, wachsender Armut und Migration. Parteien die alte Geister wie die des Autoritarismus und Rassismus beschwören sitzen schon wieder in einigen westlichen Parlamenten. Mit absoluter Dringlichkeit müssen wir uns die Frage, was tun? immer wieder neu stellen, wollen wir denn die richtigen Antworten finden. Wir müssen überprüfen wie wir und unsere Organisationen aufgestellt sind, vor allem diejenigen die sich als Avantgarde verstehen. Auch heute so sage ich aus meiner bescheidenen Betrachtung der Dinge, liegt die Aufgabe der Avantgarde darin, den Ereignissen zuvorzukommen, die für jede Situation richtigen Fragen zu formulieren und die richtigen Antworten in jeder historischen Situation zu finden. Die Fragen müssen aber in die Gesellschaft getragen werden um sie mit ihr gemeinsam zu beantworten damit sich aus den Männern und Frauen die sich aktiv daran beteiligen eine neue schlagkräftige Linke formiert, die in der Lage ist diese Gesellschaft umzugestalten. Es geht um eine neue Kultur der politischen Aktivität der Menschen.

    Meines Erachtens dürfen dabei einige wichtige Dinge nicht vergessen werden. Die parlamentarische Arbeit so notwendig sie auch ist, darf nicht als die einzige Form des Eingreifens der Menschen in politische Prozesse gesehen werden, sie ist völlig unzureichend um tatsächliche demokratische Verhältnisse auf hohem Niveau zu erreichen.

    Es muss uns klar sein, dass die Mitarbeit in Institutionen (bei der die Linke auch mit dem Anspruch der Hegemonie heran gehen sollte) des Komplementärs einer Massenbewegung auf der Straße bedarf. Dieses sollte um ein demokratisches antioligarchisches Programm herum organisiert sein und somit den Charakter einer direkten Volkskontrolle annehmen. Als letzte Überlegung zum Kampf der Völker um das Recht sich selbst zu bestimmen, sollten wir den alten Gedanken des Internationalismus wieder stärker in den Vordergrund stellen. Wir müssen die Internationale der Arbeiter und der Völker wieder rekonstruieren. Denn müssen wieder von einem Projekt träumen und die Köpfe und Herzen der Arbeiterinnen und Arbeiter, der Männer und Frauen, Intellektueller und Aller die in Freiheit und Gleichheit leben wollen mit neuer Hoffnung füllen können. Wir müssen als Sozialisten leben, denken und handeln!

    Ich grüße die 19. Rosa Luxemburg Konferenz in Berlin und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wünsche Euch viel Erfolg!

    Aus dem Gefängnis von Logroño, 8.1.2014

    Arnaldo Otegi

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    Beifall für den Whistleblower

    Bewegender Vortrag: Anders Kaergaard, ehemaliger Geheimdienstoff
    Bewegender Vortrag: Anders Kaergaard, ehemaliger Geheimdienstoffizier im Irak-Krieg

    Mit großem Applaus belohnte das Publikum den Beitrag von Anders Kaergaard, der bewegend über seinen »Pfad zur Wahrheit« berichtete. Als das Land 2004 in den von den USA geführten Krieg gegen Irak eintrat, gehörte Kaergaard als Hauptmann dem Militärischen Nachrichtendienst der Königlich Dänischen Armee an. Mit seinen Enthüllungen über Menschenrechtsverletzungen bei einer Militäroperation im Irak löste er in seiner Heimat einen Skandal aus. Er werde niemals mehr Befehle  entgegennehmen, nur noch seinem eigenen Gewissen folgen, betonte Kaergard. Er habe einen hohen persönlichen Preis für sein Handeln zahlen müssen, doch eine neue Familie gefunden: »Euch alle«.

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    EU-Visionen aus der Wilhelmstraße

    Jörg Kronauer
    Jörg Kronauer

    Zwei Mitglieder der Band Grup Yorum leiteten im Foyer und auf der Bühne die XIX. Internationale Rosa-Luxemburg Konferenz ein, die heute pünktlich um 11 Uhr in der Berliner Urania begann. Als erster Referent sprach vor dem bereits gut gefüllten Großen Saal der Soziologe und Journalist Jörg Kronauer.

    Der Redner schlug einen Bogen von der deutschen Vorkriegspolitik vor dem ersten Weltkrieg zur ökonomischen Vorherrschaft Deutschlands im heutigen Europa. Im Kern habe die deutsche Reichsregierung in ihren Strategien bereits 1914 etwas verfolgt, das wie eine Vorahnung auf die Europäische Union wirke, so Kronauer. Er rief in diesem Zusammenhang die  Kriegszieldenkschriften des deutschen Reichskanzlers Theobald von Bethmann Hollweg in Erinnerung. Diesem schwebte ein mitteleuropäischer Wirtschaftsverbund bei äußerlicher Gleichberechtigung, tatsächlich aber unter deutscher Führung, vor.

    Musikalischer Auftakt
    Musikalischer Auftakt mit Grup Yorum

    Mit Blick auf die aktuellen Spardiktate für südeuropäische Länder habe sich so etwas de facto mittlerweile verwirklicht. Mit gravierenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen, wie auch an der gewachsenen Zahl der Selbstmorde verzweifelter Menschen in diesen Staaten ablesbar.
    Gleichzeitig machte Kronauer auf Interessengegensätze zwischen den europäischen Mächten aufmerksam. So habe es nichts mit auf Frieden gerichteter Politik zu tun, wenn die Bundesregierung etwa NATO-Kriegseinsätze in afrikanischen Ländern ablehne, für die sich Frankreich besonders engagiere. Kronauer sieht darin eher altbekannte Rivalitäten, zumal Deutschland ja sehr wohl an anderen Kriegseinsätzen beteiligt sei.

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    Medienkooperation vereinbart

    Linke Zeitungen setzen auf Austausch und Kooperation

    Auch die von junge Welt veranstaltete XIX. Rosa-Luxemburg-Konferenz an diesem Samstag in der Berliner Urania ist wieder international. Die Teilnehmer reisen nicht nur aus der ganzen BRD an, sondern auch aus zahlreichen anderen europäischen Ländern, Referenten aus der ganzen Welt. Am Vortag der Konferenz kamen in der jW-Redaktion in Berlin-Mitte Vertreter progressiver Tageszeitungen zu einem Arbeitstreffen zusammen.

    Für die dänische Arbejderen nahmen Chefredakteurin Birthe Sorensen und Nachrichtenchefin Freja Wedenborg teil, für junge Welt Chefredakteur Arnold Schölzel und André Scheer (Ressortleiter Ausland) sowie Geschäftsführer Dietmar Koschmieder.

    Vom britischen Morning Star kamen Chefredakteur Richard Bagley und sein Stellvertreter Ben Chacko sowie der Parlamentskorrespondent Roger Bagley in die jW-Redaktion. Die Zeitung vum Letzeburger Vollek aus Luxemburg wurde von deren Auslandschef Uli Brockmeyer vertreten. Vereinbart wurde am Freitag eine engere Kooperation der vier linken Zeitungen. Sie bestand bisher nur bilateral zwischen einzelnen Redaktionen.

    Ziel der Zusammenarbeit ist es, den politischen und journalistischen Nutzwert jeder einzelnen Zeitung durch regelmäßigen Austausch von Texten zu erhöhen. Zudem sollen gemeinsame Projekte, zum Beispiel thematische Beilagen, realisiert werden. Hierfür wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet.

    Bei der XX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz im Januar 2015 sollen die ersten Erfahrungen ausgewertet und über weitere Medienkooperationen beraten werden.

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    Nah dran - mit unserem Online Spezial

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    Einmal im Jahr lädt die Tageszeitung junge Welt mit Unterstützung zahlreicher Organisationen und Gruppen nach Berlin ein. Stets am Vortag der Veranstaltungen, die an die am 15. Januar 1919 ermordeten Revolutionäre Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnern, wird in den Debatten und Referaten mit Gästen aus aller Welt erläutert, wie linke Politik zu den Fragen unserer Zeit bestehen kann.

    Im Sommer 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Die XIX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am Sonnabend, dem 11. Januar in der Berliner Urania, wird als Manifestation gegen imperialistische Kriege organisiert und will Impulse für eine neue europäische Friedensbewegung setzen.

    In diesem Online Spezial wird die Redaktion von junge Welt zeitnah über die wichtigsten Ereignisse und Aussagen auf der Konferenz informieren und Eindrücke des Events vermitteln.


    Alle Infos rund um die Rosa-Luxemburg-Konferenzen finden Sie unter www.rosa-luxemburg-konferenz.de

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    Das Programm im Überblick

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    Die URANIA ist vom Bahnhof Zoologischer Garten aus mit Bus und U-Bahn schnell zu erreichen. Der Fußweg von den U-Bahnhöfen Wittenbergplatz oder Nollendorfplatz beträgt etwa 5 Minuten.
    Direkt vor der URANIA befindet sich eine Bushaltestelle "An der Urania" der Line M19, M46, 187.

    Manifestation gegen imperialistische Kriege

    11. Januar 2014, URANIA-Haus, An der Urania 17,10787 Berlin


    Tickets können Sie am 11. Januar 2014 ab 10.00 Uhr am Einlaß der Urania erwerben. Einlaß ab 10 Uhr.

    Es wird eine Kinderbetreuung angeboten

    Die Konferenz wird simultan übersetzt. Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch, Spanisch und Dänisch.

    Moderation: Esther Zimmering

    Vorträge ab 11 Uhr


    1914-2014: Europapolitik des deutschen Kapitals damals und heute

    Jörg Kronauer (Sozialwissenschaftler und freier Journalist)


    Im Auftrag der herrschenden Klasse
    Anders Kaergaard (dänischer Whistleblower und Geheimdienstaussteiger)


    Afrika als Ziel neokolonialer Ordnungskriege
    Denis Goldberg (südafrikanischer Bürgerrechtler und Weggefährte Nelson Mandelas)


    Podiumsgespräch ab 13 Uhr


    Vierte Macht und Heimatfront: Wie Medien Kriege mental möglich machen

    Rainer Rupp (ehemaliger Mitarbeiter im NATO-Hauptquartier, heute jW-Autor)
    Karin Leukefeld (jW-Autorin)
    Anders Kaergaard (dänischer Whistleblower und Geheimdienstaussteiger)
    Freja Wedenborg (Redakteurin der dänischen Tageszeitung Arbejderen)

    Moderation: Rüdiger Göbel (stellv. jW Chefredakteur)


    Vorträge ab 14.30 Uhr


    Ziele imperialistischer Kriege weltweit und vor Ort

    Michel Chossudovsky (kanadischer Professor der Wirtschaftswissenschaften)

    Von Belgrad nach Damaskus – von Krieg zu Krieg

    Zivadin Jovanovic (ehem. Außenminister der Bundesrepublik Jugoslawien)

    Kampf gegen Krieg ist Kampf gegen Profitlogik:
    Prinzipien einer neuen Friedensbewegung (Arbeitstitel)

    Maria do Socorro Gomes Coelho (Präsidentin Weltfriedensrat, Brasilien)


    Podiumsgespräch ab 17.30 Uhr


    Wie kann der Kampf gegen Faschismus, Krieg, Sozialabbau gebündelt werden?

    Maria do Socorro Gomes Coelho (Präsidentin Weltfriedensrat)
    Ulrich Schneider (Generalsekretär Internationale Föderation der Widerstandskämpfer FIR) Bernd Riexinger (Vorsitzender der Partei Die Linke)
    Monty Schädel (politischer Geschäftsführer Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner DFG-VK)

    Moderation: Arnold Schölzel (jW Chefredakteur)

    Außerdem:

    Grußbotschaft von Mumia Abu-Jamal (politischer Gefangener in den USA) persönlich vorgetragen durch seinen Sohn Jamal Hart
    Grußadresse der Cuban Five (in den USA gefangene kubanische Freiheitskämpfer)
    Kunstausstellung: Gegen alten Geist und neue Kriege (Gruppe tendenzen Berlin)

    Parallelprogramm Jugendforum ab 14 Uhr im Kleistsaal:


    Ihre Kriege auf unsere Kosten: Jugend im Visier des Militarismus

    VertreterInnen antimilitaristischer Organisationen

    Abendprogramm ab 20:30 Uhr


    Lieder gegen den Krieg

    Erich Schmeckenbecher (Zupfgeigenhansel, deutscher Liedermacher)
    Grup Yorum (politische Band aus der Türkei)
    Luis Galríto und António Hilário (portugiesische Liedermacher in der Tradition von Zeca Afonso)
    Strom & Wasser (akustischer Randfiguren-Skapunkpolkarock)
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