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15.04.2026, 19:16:03 / Inland

Die Linke: Kovorsitzender van Aken gibt Amt im Juni ab

Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz - Die Linke.jpg
Jan van Aken bei einer Pressekonferenz (Berlin, 23.3.2026)

Berlin. Jan van Aken gibt sein Amt als Kovorsitzender der Linkspartei im Juni ab. Das teilte van Aken am Mittwoch in Berlin mit und verwies auf gesundheitliche Gründe. Zuletzt hieß es noch, der 64jährige wolle sich gemeinsam mit seiner Kovorsitzenden Ines Schwerdtner beim Parteitag in Potsdam zur Wiederwahl stellen. »Anders als bislang geplant, kann ich leider im Juni auf dem Bundesparteitag der Linken nicht wieder als Parteivorsitzender antreten«, teilte er jetzt mit. »Aus gesundheitlichen Gründen muss ich mein Amt im Juni niederlegen«, erklärte van Aken.

Er sei nicht lebensbedrohlich erkrankt, und es bestehe kein Grund zu größerer Sorge. »Trotzdem muss ich auf mich aufpassen. Das tue ich hiermit«, so van Aken. Das Mandat im Bundestag will van Aken allerdings bis zum Ende der Legislatur ausüben. Er war 2025 über die Hamburger Landesliste in das Parlament eingezogen. Auch der Partei werde er weiter zur Verfügung stehen. Bis zum Parteitag bleibe er im Amt.

Schwerdtner und van Aken waren im Oktober 2024 als Doppelspitze gewählt worden, als die jahrelange Krise der Partei nach einer Serie von Wahlniederlagen und dem erstmaligen Ausscheiden aus einem ostdeutschen Landtag auf dem Höhepunkt war. Umfragen sahen die Partei damals bei nur noch zwei bis drei Prozent. In dem von der Frage des Umgangs mit der AfD und dem Thema Migration geprägten Bundestagswahlkampf 2025 gewann die Partei aber wieder an Stärke und zog mit 8,8 Prozent erneut ins Parlament ein.

»Mir fällt dieser Schritt sehr schwer, weil ich es immer anders geplant hatte«, erklärte van Aken weiter und dankte Schwerdtner für die Zusammenarbeit. Die Partei sei »auf einem guten Weg«. Die Linke habe bei allen vier Wahlen in diesem Jahr deutlich zugelegt. Anders als nach der Bundestagswahl erwartet, scheiterte die Partei jedoch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an der Fünfprozenthürde. (dpa/jW)

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