Opel-Betriebsrat will Stellenstreichungen nicht hinnehmen
Berlin. Der Opel-Betriebsrat hat in einer internen Mitteilung an die Belegschaft den angekündigten Abbau von 650 Arbeitsplätzen in der Entwicklung in Rüsselsheim scharf kritisiert. »Wir fordern die Arbeitgeberseite auf, von dem Vorhaben Abstand zu nehmen und die bestehenden Tarifverträge sowie Vereinbarungen einzuhalten«, heißt es in einer Mitteilung an die Belegschaft vom Montag, aus der Reuters zitiert. Der Betriebsrat könne und werde sich den anstehenden Gesprächen mit dem Arbeitgeber nicht entziehen. »Gleichzeitig ist klar: Den avisierten weiteren Abbau werden wir nicht einfach hinnehmen.«
Die Opel-Mutter Stellantis hatte am Freitag angekündigt, 650 von derzeit noch 1.650 Arbeitsplätzen in der Entwicklung in Rüsselsheim zu streichen. Ralph Wangemann, Personalchef von Stellantis in Deutschland, sagte, die Transformation sei Teil des strategischen Bekenntnisses von Stellantis für den Standort Rüsselsheim. Bei der Belegschaft stieß das auf Kritik: »Ein klares Bekenntnis zum Standort Rüsselsheim sieht aus Sicht des Betriebsrats anders aus«, heißt es in der Mitteilung. Dazu gehöre neben der Auslastung der Entwicklung mit hochwertigen Tätigkeiten und globaler Verantwortung auch die längst fällige Allokation eines volumenstarken Nachfolgers für den Astra im Fahrzeugwerk.
Insidern zufolge plant Stellantis zusammen mit dem chinesischen Partner Leapmotor einen Elektro-SUV für die deutsche Tochter. Das Fahrzeug solle auf der Technologie der Chinesen basieren und im Stellantis-Werk im spanischen Saragossa produziert werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Den Plänen zufolge soll Leapmotor Schlüsseltechnologien und -komponenten liefern, während Opel das Außendesign gestaltet. Ein wesentlicher Teil der Entwicklung solle in China stattfinden. (Reuters/jW)
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