Nigeria: Militär bombardiert Markt
Abudscha. Nach einem Luftangriff des nigerianischen Militärs auf einen Markt im Nordosten des westafrikanischen Landes werden Dutzende Todesopfer befürchtet. Das teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Sonntag mit. Lokale Medien berichteten unter Verweis auf Augenzeugen von zwischen 30 und 200 Toten. Die Behörden, darunter die Polizei, bestätigten das Bombardement, es wurden jedoch keine offiziellen Opferzahlen genannt. Drei Militärjets sollen demnach am Sonnabend nachmittag den Markt in der Ortschaft Jalli Futchimiram an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Borno und Yobe angegriffen haben. Das Militär führt in der Region mit US-Unterstützung Einsätze gegen mutmaßliche Dschihadisten aus, so einen lokalen Ableger des »Islamischen Staates« (IS). Das Bombardement vom Sonnabend ist nicht der erste Fall, bei dem dabei anscheinend unbeteiligte Zivilisten getroffen wurden. (dpa/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
Wie erreicht man in Nepal Bildungsgerechtigkeit?
vom 14.04.2026 -
Linke ohne Chancen
vom 14.04.2026 -
Sonnabend des Lichts
vom 14.04.2026 -
Schwierig durchzusetzen
vom 14.04.2026 -
Ecuador lässt sich von Washington einspannen
vom 14.04.2026
