Ex-Minister Wissing: »Libertärer« Kurs Ursache für schlechte Zustimmungswerte der FDP
Berlin. Der ehemalige FDP-Generalsekretär und Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat den Kurs seiner Ex-Partei scharf kritisiert. Die aktuelle Ausrichtung der FDP sei die Ursache für die schlechten Zustimmungswerte, sagte Wissing am Mittwoch dem Spiegel. »Der libertäre Kurs, der dort gefahren wird, den halte ich doch für recht fragwürdig«, sagte er. »Wir sind 2021 nicht mit so einem Kurs in die Bundesregierung gegangen, sondern hatten ein breiteres Verständnis von Liberalismus«, so Wissing weiter.
Eine Rückkehr in die FDP, die er im Zuge des Bruchs der Ampel-Koalition verlassen hatte, schloss Wissing aus. Es sei ein großer Fehler gewesen, dass es die FDP 2024 auf den Bruch der Ampel-Koalition habe ankommen lassen. Er habe die damalige Führung vor der Gefahr gewarnt, dass die FDP durch den Koalitionsbruch »in eine Existenzkrise gerät«. Nach dem Bruch der »Ampel« hatte Wissing die FDP verlassen und war – anders als die anderen FDP-Minister – im Kabinett geblieben. Bei der Bundestagswahl 2025 verpasste die FDP den Einzug in den Bundestag; sie liegt aktuell in Umfragen unter der Fünf-Prozent-Marke und hat zuletzt den Wiedereinzug in den Landtag ihrer einstigen Hochburg Baden-Württemberg verpasst. (dpa/jW)
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