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Aus: Ausgabe vom 28.02.2026, Seite 7 / Ausland
US-Aggression

Flugzeugträger erreicht Israel

Gegen Iran: Mehr US-Militär, Offizielle warnen
Von Lars Lange
Flugzeugträger USS Gerald R. Ford vor Griechenland.jpg
Abfahrt aus Kreta: Die »USS Gerald R. Ford« auf dem Weg nach Israel (26.2.2026)

Der Aufmarsch gegen Iran geht weiter: Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die »USS Gerald R. Ford«, sollte noch am Freitag Israels Küste erreichen. Zudem verlegte das Pentagon 14 weitere F-35-Jets aus Utah in die Region; damit sind nun über 200 US-Flugzeuge im Einsatzgebiet. Erstmals wurde auch die »Taskforce Scorpion«, eine neue Kamikaze-Drohneneinheit, in Stellung gebracht. Gleiches gilt für die Stationierung von elf Kampffliegern F-22 »Raptor« auf der israelischen Luftwaffenbasis Ovda, wie Satellitenfotos zeigen.

Die indirekten Gespräche zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, Jared Kushner und der iranischen Delegation in Genf waren am Donnerstag nach sechs Stunden ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi und Omans Vermittler Badr Albusaidi kündigten technische Folgegespräche für Montag in Wien an. Teheran wies laut Staatsmedien die US-Forderung nach Aufgabe seines Atomprogramms entschieden zurück.

Ob Washington seine Forderungen militärisch durchsetzen kann, ist fraglich. Interne Berichte säen Zweifel: Zwei US-Offiziere sagten der New York Times, die im Nahen Osten stationierten Kräfte könnten Angriffe nur sieben bis zehn Tage aufrechterhalten. Eine israelische Geheimdienstquelle bezifferte die Kapazität gegenüber der Financial Times sogar auf nur vier bis fünf Tage intensiver Luftangriffe, eine Woche bei geringerer Intensität. Generalstabschef Dan Caine hatte in Anwesenheit des CIA-Direktors John Ratcliffe zudem darauf hingewiesen, dass selbst kleine oder mittlere Luftangriffe das Risiko US-amerikanischer Verluste mit sich brächten. Axios berichtete, Caine befürworte zwar keinen Angriff, werde aber jede Entscheidung, die Präsident Donald Trump trifft, unterstützen und umsetzen.

Das Wall Street Journal verwies in dem Zusammenhang auf die »Operation Rough Rider« der jemenitischen Ansarollah. Zwei US-F-16-Piloten waren vergangenes Jahr nur knapp dem Abschuss durch Luftabwehrraketen entkommen, ein F/A-18 rollte nach einem Ausweichmanöver der »USS Harry S. Truman« ins Meer – verursacht durch übermüdetee Besatzungen nach wochenlangem Dauereinsatz.

Einen Ausweg scheint die US-Regierung in einem israelischen Erstschlag zu sehen. Dafür sprechen sich laut Politico hochrangige Trump-Berater aus. Iran soll zur Reaktion provoziert werden, und damit soll innenpolitisch der Weg für einen US-Angriff geebnet werden.

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