First Lady des Irak: »Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Söldner«
US-Präsident Donald Trump hat laut Medienberichten erklärt, die kurdische Führung im Irak müsse sich entscheiden, ob sie auf seiten der USA oder des Iran stünde, und gefordert, die Autonomieregion Kurdistan für Angriffe iranisch-kurdischer Parteien auf den Iran zu öffnen. Die First Lady des Irak, Shanaz Ibrahim Ahmed, Mitglied der Patriotischen Union Kurdistans, wies dieses Ansinnen am Donnerstag mit einer Erklärung aus ihrem Büro in Sulaimania zurück:
1991 wurden die Kurden dazu aufgefordert, sich gegen das Regime von Saddam Hussein zu erheben, nur um dann im Stich gelassen zu werden, als sich die Prioritäten änderten. Niemand kam uns zu Hilfe, als das Regime Kampfhubschrauber und Panzer einsetzte, um den Aufstand niederzuschlagen. Diese Erinnerungen sind noch immer lebendig und haben sich tief in unser Gedächtnis eingegraben. Heute gedenken wir dieses Kapitels als »Raparin« und vergessen nicht, was es uns gelehrt hat.
Vor kurzem haben wir gesehen, was in Nordostsyrien oder Rojava passiert ist. Nach all den Versprechungen, die gemacht wurden, nachdem die Kurden Syriens an vorderster Front im Krieg gegen den IS gekämpft hatten, wurden wir Zeugen, wie sie behandelt wurden.
Heute haben die Kurden im Irak endlich ein gewisses Maß an Stabilität und Würde in ihrem Leben gefunden. Aus diesem Grund ist es für die Kurden sehr schwierig, ja sogar unmöglich, zu akzeptieren, dass sie von den Supermächten der Welt als Schachfiguren behandelt werden.
Die Erfahrungen sind da. Die leeren Versprechungen sind da. Allzu oft erinnert man sich an die Kurden nur dann, wenn ihre Stärke oder ihre Opferbereitschaft gebraucht wird. Aus diesem Grund appelliere ich an alle Konfliktparteien: Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Söldner.
Zu Umfang und Verteilung von Parteispenden teilte das Portal Abgeordnetenwatch am Freitag mit:Die neu veröffentlichten Rechenschaftsberichte der Parteien für das Jahr 2024 zeigen: Die CDU erhielt rund 15 Millionen Euro aus der Wirtschaft – mehr als doppelt so viel wie alle übrigen Bundestagsparteien zusammen. Gleichzeitig bleibt der Großteil der Geldflüsse im Dunkeln: 62 Prozent der Unternehmensspenden werden nicht namentlich veröffentlicht. (…)Zu den größten Geldgebern der CDU zählen unter anderem die Deutsche Vermögensberatung AG, die Privatbank Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG sowie Unternehmen wie Trumpf SE oder Dr. Theiss Naturwaren.Auch wohlhabende Privatpersonen unterstützten die Partei mit hohen Summen. Zu den größten Einzelspendern gehörten etwa der Unternehmer Stephan Schambach (809.990 Euro) und der Immobilieninvestor Christoph Alexander Kahl (781.290 Euro). Mehrere der Topspender zählen laut öffentlichen Vermögensschätzungen zum Kreis der Milliardäre.Bei der AfD fällt insbesondere die Bedeutung einzelner Großspender auf. Einer der größten Geldgeber im Jahr 2024 war der Unternehmer und Eigentümer des Flughafens Lübeck-Blankenese Winfried Stöcker, der der Partei zunächst 50.000 Euro spendete und im Januar 2025 – mitten im Bundestagswahlkampf – weitere 1,5 Millionen Euro überwies.Auch andere größere Zuwendungen stammen von Einzelpersonen oder einzelnen Unternehmen. Insgesamt erhielt die AfD im Jahr 2024 rund 7,7 Millionen Euro von Privatpersonen sowie etwa 332.000 Euro von Unternehmen und anderen Organisationen.
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