Letzte Familien verlassen Al-Hol-Lager in Syrien
Damaskus. Rund 22.000 Iraker wurden offiziellen Angaben zufolge aus dem Al-Hol-Lager in Syrien für Familienangehörige von Kämpfern der dschihadistischen Miliz Islamischer Staat (IS) in den Irak verlegt. Das bestätigte der stellvertretende Minister für Migration und Vertriebene im Irak, Karim Al-Nuri, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Das Camp wurde am Sonntag geschlossen, wie die für die Verlegungen zuständige Nichtregierungsorganisation SSU bestätigte. Die letzten verbleibenden Familien seien an ihre Heimatorte zurückgekehrt, hieß es.
Die Übergangsregierung Syriens unter Führung des ehemaligen Al-Qaida-Anführers in Syrien, Ahmad Al-Scharaa, hatte in den vergangenen Tagen damit begonnen, das Camp aufzulösen. Viele der syrischen Bewohner sollen in ein anderes Lager in der Provinz Aleppo im Norden des Landes verlegt worden sein. Die syrische Übergangsregierung hatte Anfang des Jahres eine Offensive im Norden und Nordosten des Landes gestartet, um die bis dahin kurdisch geführten Gebiete Syriens unter ihre Kontrolle zu bringen. Davor stand al-Hol, das größte Lager für Angehörige von IS-Mitgliedern, unter kurdischer Kontrolle. Im Zuge der Übernahme des Lagers flohen Tausende Menschen. (dpa/jW)
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