Frankreich will Atomenergie weiter ausbauen
Paris. Frankreich will den Ausbau der Atomenergie verstärkt vorantreiben. Die neue Strategie zur Energieversorgung des Landes sieht den Bau von sechs neuen Atomkraftwerken ab 2038 sowie die Option zum Bau von acht weiteren AKW vor. Um alle 57 bestehenden Atomkraftwerke am Netz zu halten, wird auf eine Verlängerung der Laufzeit auf 50 oder 60 Jahre gesetzt. Die in der vorherigen Mehrjahresplanung noch vorgesehene Stilllegung älterer Atommeiler ist damit vom Tisch.
Die Produktion von Atomstrom, der rund zwei Drittel der französischen Elektrizitätsversorgung abdeckt, soll bis 2030 erhöht werden, erklärte Frankreichs Premier Sébastien Lecornu bei der Vorlage der neuen Strategie am Donnerstag. Das Land ist nach den USA der zweitgrößte Atomstromproduzent und exportiert diesen unter anderem auch in die BRD. Der Ausbau erneuerbarer Energien soll nach der neuen Strategieplanung eine zweite Säule der französischen Energieversorgung bleiben, teils aber langsamer als bisher geplant erfolgen.
Dies ist bei Offshore-Windparks der Fall, wo es bei geplanten Projekten teils an Kandidaten mangelt und die Anbindung an die Stromnetze gewährleistet werden muss. Auch bei Windkraftanlagen an Land, wogegen sich in Frankreich häufig Widerstand regt, werden die Ausbauziele nach unten korrigiert. (dpa/jW)
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