Immobilienmafia: Belgische Polizei durchsucht Räume von EU-Kommission
Brüssel. Die belgische Polizei hat im Rahmen einer Untersuchung zu einem Immobiliengeschäft mit dem belgischen Staat die Räumlichkeiten der EU-Kommission in Brüssel durchsucht. Ein Sprecher der Kommission sagte am Donnerstag, diese sei »über eine laufende Untersuchung« zum Verkauf von 23 Gebäuden der Kommission informiert. Die Kommission sei »zuversichtlich, dass der Vorgang ordnungsgemäß ausgeführt wurde«.
Die Räume waren am Donnerstagmorgen durchsucht worden, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr. Zuvor hatte die britische Zeitung Financial Times über die Durchsuchung berichtet.
Die Europäische Staatsanwaltschaft (Eppo) bestätigte nur, dass sie »im Rahmen einer laufenden Untersuchung Beweismittel« sammele und dass es dabei einen Bezug zur EU-Kommission gebe. Die Kommission erklärte, sie werde vollständig mit Eppo und den zuständigen belgischen Behörden zusammenarbeiten.
Der Verkauf im Wert von 900 Millionen Euro war erfolgt, als die EU-Kommission ihre Büroflächen um ein Viertel verkleinern wollte. Hintergrund war die seit der Coronakrise steigende Zahl an Mitarbeitern, die von zu Hause arbeiten. Die Immobilien wurden von einem belgischen Staatsfonds erworben. (AFP/jW)
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