Nachschlag: Alles halb so schlimm
Rund 50 Mitglieder des US-Kongresses werden zur Münchner »Sicherheitskonferenz« erwartet. Für CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen ein Beleg, dass die Unberechenbarkeit der Trump-Truppe gelassen zu nehmen ist. Sein Argument: 85 Prozent des US-Kongresses seien für die NATO. Zugleich hält er es für möglich, dass Trump den NATO-Austritt der USA erklärt: »Insofern müssen wir eben auf vieles vorbereitet sein, auch auf das Undenkbare.« Röttgen rechnet damit, dass US-Außenminister Marco Rubio am Sonnabend in München denselben rauhen Ton anschlägt wie US-Vizepräsident J. D. Vance vor einem Jahr. Denn der wichtigste Zuhörer Rubios sitze im Weißen Haus. Vance und Rubio seien in einem »Dauerwahlkampf« um Trumps Nachfolge. Auch Rubios Weiterreise zu Viktor Orbán sei »ein politisches Zeichen, das Trump gefällt«. Röttgen sagt der Sache nach: In der Außenpolitik gibt es auf Dauer keine Freunde und Feinde, nur Interessen. Die des deutschen Imperialismus werden durchgesetzt, ob mit oder ohne USA. (as)
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