Mindestens 162 Menschen im Westen Nigerias getötet
Ilorin. Bei einem bewaffneten Angriff im Westen Nigerias sind nach Angaben einer Hilfsorganisation dutzende Menschen getötet worden. Jüngsten Berichten zufolge töteten Angreifer mindestens 162 Menschen in einem Dorf in dem westlichen Bundesstaat Kwara, wie ein dortiger Vertreter des Roten Kreuzes am Mittwoch mitteilte. Die Suche nach weiteren Todesopfern geht demnach weiter. Ein Abgeordneter der Region Kaiama hatte der Nachrichtenagentur AFP zuvor gesagt, dass nach dem Angriff am Dienstag abend mindestens 35 Leichen gezählt worden seien. Die Polizei bestätigte den Angriff, nannte aber keine Opferzahlen. Die Regierung des Bundesstaates machte »terroristische Zellen« für die Attacke verantwortlich.
In Teilen Nigerias sind seit Jahren als »Banditen« bekannte Banden aktiv. Sie überfallen Dörfer, entführen Anwohner für Lösegeld und brennen Häuser nieder. Behörden und Experten zufolge arbeiten die bewaffneten Gruppen vermehrt mit dschihadistischen Milizen zusammen. Die nigerianische Armee erklärt regelmäßig, große Zahlen an Kämpfern getötet zu haben. Im Januar hatte das Militär bekannt gegeben, dass sie »anhaltende koordinierte« Einsätze gegen »terroristische Elemente« im Bundesstaat Kwara gestartet und dabei Erfolge erzielt habe. Örtliche Medien berichteten, dass die Armee 150 Banditen »neutralisiert« habe. (AFP/jW)
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