Ermittlungen gegen Bundestagsabgeordnete Bosbach: Weitere Beschuldigte
Köln. Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach (CDU) wegen des Anfangsverdachts des gemeinschaftlichen Betrugs gibt es eine weitere Beschuldigte. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Köln am Freitag mit. Es handle sich um eine Frau aus dem Arbeitsumfeld der Parlamentarierin, erklärte ein Sprecher. Auch gegen sie werde nun ermittelt. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Bosbach hat stets alle Vorwürfe zurückgewiesen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft steht die weitere Beschuldigte im Verdacht, im Juli 2025 eine Rechnung »über die Ableistung einer Wahlkampfbegleitung erstellt, auf den 03.02.2025 rückdatiert und zur Verfügung gestellt zu haben«. Die Frage, zu welchem Zweck das geschehen sein könnte, sei Gegenstand der umfangreichen Ermittlungen, erklärte der Sprecher. Die Bundestagswahl hatte am 23. Februar 2025 stattgefunden.
Die Ermittlungen gegen Bosbach hatte die Staatsanwaltschaft Ende des vergangenen Jahres aufgenommen. Gegenstand des Verfahrens sei der Vorwurf, die Politikerin habe im Januar 2025 einen ihrer damaligen Wahlhelfer dazu gebracht, eine fingierte Rechnung in Höhe von 2.500 Euro beim Kreisverband der CDU Rheinisch-Bergischer Kreis einzureichen. Weiter werde geprüft, ob Bosbach den Wahlhelfer dazu gebracht habe, ihr den Betrag in bar auszuhändigen, hieß es. »Auf die für die Beschuldigten geltende Unschuldsvermutung wird ausdrücklich hingewiesen«, hatte die Staatsanwaltschaft betont. Die aus Bergisch Gladbach stammende Tochter des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach hatte bei der Bundestagswahl 2025 das Direktmandat im Rheinisch-Bergischen Kreis für die CDU gewonnen. (dpa/jW)
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