Gegründet 1947 Donnerstag, 29. Januar 2026, Nr. 24
Die junge Welt wird von 3063 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 29.01.2026, Seite 10 / Feuilleton
Reggae

Sly Dunbar ist tot

Der jamaikanische Musiker Sly Dunbar ist tot. Der Schlagzeuger des großartigen Reggaeduos Sly & Robbie starb im Alter von 73 Jahren zu Hause in Kingston. Dunbars Ehefrau Thelma bestätigte dem Jamaica Gleaner den plötzlichen Tod ihres Mannes. »Gegen sieben Uhr am Morgen ging ich ihn wecken, und er reagierte nicht. (…) Ich wusste, dass er krank war. (…) Aber ich wusste nicht, dass er so krank war.«

Dunbar prägte gemeinsam mit dem im Jahr 2021 verstorbenen Bassisten Robbie Shakespeare als Sly & Robbie den Reggaesound der 70er und 80er. Klassikern von Black Uhuru, Jimmy Cliff oder Peter Tosh schenkte Dunbar sein enormes Taktgefühl, gab gewissermaßen den Takt vor, damit Reggae alsbald über die Grenzen Jamaikas in die Welt kommen konnte – um zu bleiben. Zu hören ist er auf Alben von Grace Jones, Serge Gainsbourg, Bob Dylan und vielen anderen.

Den Grammy gewann Dunbar zweimal: 1985 mit Black Uhuru für »Anthem«, 1999 mit Sly & Robbie für »Friends«. 1980 gründeten Sly & Robbie das Label Taxi Records, Künstler wie Shaggy, Shabba Ranks, Skip Marley, Beenie Man und Red Dragon hatten sie unter Vertrag. Die großen Namen also. (jW)

links & bündig gegen rechte Bünde

Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.

Mehr aus: Feuilleton