Selenskij verkündet Einigung mit Trump
Davos. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über US-Sicherheitsgarantien für das Land verkündet. Das Thema Sicherheitsgarantien sei »erledigt«, sagte er am Donnerstag vor Journalisten in der Schweiz. »Das Dokument muss von den Seiten, von den Präsidenten unterzeichnet werden und geht dann an die nationalen Parlamente«, sagte Selenskij, der sich zuvor mit Trump in Davos getroffen hatte.
Nach dem Treffen mit Trump betonte Ukraines Präsident betont, dass Großbritannien und Frankreich zwar ihre Bereitschaft erklärt hätten, eine mögliche Waffenruhe mit Russland vor Ort abzusichern. Aber: »Ohne die USA funktionieren keine Sicherheitsgarantien,« so Selenskij. Er wies zudem darauf hin, dass die Fragen rund um die Zukunft der Ostukraine »noch nicht gelöst« seien. »Darüber, so denke ich, hat Steve Witkoff gesprochen«, sagte Selenskij. Der US-Sondergesandte Witkoff sollte am Abend zunächst nach Moskau fliegen, um mit Russlands Präsident Wladimir Putin zu sprechen. Am Donnerstag hatte er gesagt, die Gespräche seien weit fortgeschritten. Es gebe nur noch »ein einziges Problem« zwischen Kiew und Moskau. Details dazu nannte Witkoff nicht.
Russland, das rund 20 Prozent der Ukraine besetzt hält, dringt im Rahmen eines Abkommens auf die vollständige Kontrolle über die östliche Donbass-Region des Landes. Kiew lehnt dies ab. Seit Monaten laufen intensive diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs, der am 24. Februar 2022 begonnen hatte. Auf dem Tisch liegt eine überarbeitete Fassung eines ursprünglich von den USA vorgelegten Friedensplans. (AFP/jW)
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