EU-Kommission: Lösung für Zypern hat Priorität
Nikosia. EU-Kommissionspräsidentin Ursula hat sich während eines Besuchs der geteilten zyprischen Hauptstadt Nikosia für eine Wiedervereinigung des Inselstaats ausgesprochen. Eine umfassende, faire und dauerhafte Lösung für Zypern und alle Zyprer bleibe eine »absolute Priorität« für die Europäische Union. Sie hoffe, dass das Jahr 2026 neuen Schwung in die Bemühungen bringe, die Teilung zu überwinden, teilte von der Leyen auf der Plattform X mit.
Die Republik Zypern hat seit dem 1. Januar den rotierenden EU-Ratsvorsitz übernommen. Alerdings ist die Insel seit 1974 de facto geteilt. Der Norden wird von der international nur von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern kontrolliert und ist von türkischen Truppen besetzt. Zwar ist Zypern seit 2004 Mitglied der Europäischen Union, das EU-Recht gilt jedoch nur im Süden der Insel. Zuletzt waren 2017 Gespräche zur Überwindung der Teilung gescheitert. Die Trennungslinie – die sogenannte Grüne Linie – zwischen Nord und Süd wird von UN-Blauhelmen überwacht. (dpa/jW)
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