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Aus: Ausgabe vom 17.01.2026, Seite 15 / Geschichte
Chronik

Anno … 4. Woche

1916, 24. Januar: Die deutschen Gesandten Oskar von Niedermayer und Werner Otto von Hentig unterzeichnen mit dem Emir Habibullah Khan ein Freundschaftsabkommen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Afghanistan. Seit Januar 1915 hatten deutsche Delegierte in Persien, Indien und Zentralasien versucht, Aufstände gegen die Briten zu fördern. Trotz des Versprechens, bei Kriegseintritt Afghanistans deutsche Waffen und Geld zu schicken, bleibt Habibullah im Ersten Weltkrieg neutral.

1941, 19. Januar: Auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden treffen sich Adolf Hitler und Benito Mussolini, um über eine gemeinsame Strategie zu verhandeln. Die beiden Faschistenführer beschließen, die Politik der getrennten Kriegführung aufzugeben, in der Folge marschiert die Wehrmacht in Jugoslawien und Griechenland ein.

1941, 24. Januar: Der äthiopische Kaiser Haile Selassie I. kehrt mit britischer Hilfe in die Hauptstadt Addis Abeba zurück. Seit Beginn des italienischen Feldzugs gegen das afrikanische Land hatte er sich in London im Exil aufgehalten. Der von gläubigen Rastafari als Messias verehrte Haile Selassie regiert Äthiopien bis 1974, als er im Angesicht revolutionärer Proteste von Militärs gestürzt wird.

1946, 20. Januar: Der nach Kriegsende zum Präsidenten der provisorischen Regierung Frankreichs ernannte General Charles de Gaulle tritt zurück. Gründe sind seine Ablehnung der Verfassung der Vierten Republik und seine Konflikte mit den das Parlament dominierenden Sozialdemokraten und Kommunisten. Als Ministerpräsident mit Notstandsmachtbefugnissen kehrt de Gaulle 1958 wieder in die Politik zurück.

1956, 20. Januar: Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) begrüßt in Andernach die ersten Soldaten der neugegründeten Bundeswehr. Zuvor war das Freiwilligengesetz verabschiedet worden. Pressevertreter und Militärattachés der NATO-Länder erscheinen zur ersten deutschen Militärparade seit dem Zweiten Weltkrieg.

1966, 19. Januar: Indira Gandhi wird zur Premierministerin Indiens gewählt und am 24. Januar vereidigt. Zuvor war sie Ministerin im Kabinett von Lal Bahadur Shastri, der aber am 11. Januar 1966 an einem Herzinfarkt starb. Gandhi ist die erste Frau an der Spitze Indiens und regiert mit einer Unterbrechung von 1977–1980 bis Oktober 1984, als sie einem von ihren eigenen Sikh-Leibwächtern ausgeführten Attentat zum Opfer fällt.

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