Drei »Prisoners for Palestine« in Großbritannien beenden ihren Hungerstreik nach Erfüllung einer zentralen Forderung
Die letzten drei der unter anderem im Zusammenhang mit militanten Aktionen gegen das israelische Rüstungsunternehmen Elbit in Großbritannien Inhaftierten haben ihren Hungerstreik beendet, nachdem eine ihrer zentralen Forderungen erfüllt wurde, wie die Kampagne »Prisoners for Palestine« am Donnerstag bekanntgab:
Nach 73 Tagen Hungerstreik, der am Balfour-Tag, dem 2. November 2025, begann, haben Heba Muraisi, Kamran Ahmed und Lewie ihren Hungerstreik beendet, da einigen Gefangenen der Tod droht. Die Entscheidung, den Hungerstreik zu beenden, fiel, als bekannt wurde, dass Elbit Systems UK ein wichtiger Zwei-Milliarden-Pfund-Vertrag mit dem Verteidigungsministerium über die Ausbildung der Armee verweigert wurde, eine zentrale Forderung der Hungerstreikenden.
Der Vertrag, der Elbit Systems eine zehnjährige Ausbildung der britischen Armee vorgesehen hätte, ging trotz der Bemühungen von Beamten des Verteidigungsministeriums und der britischen Armee verloren, die, wie bekannt wurde, mit Elbit Systems UK und seiner Muttergesellschaft Elbit Systems in Hinterzimmertreffen und »Reisen« in die palästinensische Hauptstadt Jerusalem zusammengearbeitet hatten, um ihre genozidale Allianz weiter zu festigen und ihnen zu helfen, den Vertrag zu gewinnen.
Die plötzliche Kündigung dieses Vertrags ist ein durchschlagender Sieg für die Hungerstreikenden, die mit ihren inhaftierten Körpern Widerstand leisteten, um die Rolle von Elbit Systems, Israels größtem Waffenhersteller, bei der Kolonialisierung und Besetzung Palästinas ans Licht zu bringen. Seit 2012 hat Elbit 25 öffentliche Aufträge im Vereinigten Königreich im Gesamtwert von mehr als 333 Millionen Pfund erhalten; der Verlust dieses Zwei-Milliarden-Pfund-Auftrags markiert eine bedeutende Wende in dieser schmutzigen »strategischen Allianz«. Mit diesem Sieg ist es so klar wie nie zuvor, dass die Tage von Elbit in Großbritannien gezählt sind. (…)
Kurdische und jesidische Frauenverbände und Solidaritätsvereinigungen, darunter Women Defend Rojava und der Frauenrat Dest Dan, rufen für Montag, den 19. Januar, um 16 Uhr am Pariser Platz/Brandenburger Tor zu einer Demonstration gegen den Staatsbesuch des syrischen Präsidenten Ahmed Al-Scharaa in Berlin auf:
Merz hat den syrischen Übergangspräsidenten (und ehemaligen islamistischen Al-Qaida-Extremisten) Ahmed Al-Scharaa nach Deutschland eingeladen. Das löst bei uns Widerwillen und Wut aus. Seine Vergangenheit ist blutgetränkt von Feminiziden sowie von Massakern an Drus:innen, Ezid:innen, Alevit:innen und Kurd:innen. Diese Angriffe dauern durch seine HTS-Milizen bis heute an. Noch kürzlich haben sie grausame Massaker an der kurdischen Bevölkerung in Aleppo ausgeübt.
Die deutsche Regierung betrachtet ihn dennoch als legitimen Gesprächspartner und verschleiert damit sein wahres Gesicht und seine Machenschaften. Als Frauen und als vereinte Gesellschaften sagen wir klar: Er ist hier nicht willkommen. Al-Scharaa und seine Taten haben hier keinen Platz! (…) Wir rufen alle Menschen dazu auf, an unserer Demo und der anschließenden Kundgebung teilzunehmen, um ein klares Zeichen gegen Al-Scharaa zu setzen.
Anmerkung: Eine weitere Kundgebung u. a. der Alevitischen Gemeinde Deutschlands und der Kurdischen Gemeinde findet ebenfalls am Montag ab 16 Uhr vor dem Bundeskanzleramt statt. (jW)
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