Gegründet 1947 Montag, 1. Dezember 2025, Nr. 279
Die junge Welt wird von 3063 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 01.12.2025, Seite 3 / Ansichten

Gegenddarstellung: Rentner des Tages: Dietmar Koschmieder

Von Sebastian Carlens und Jonas Pohle
3_portrait.jpg
Dietmar Koschmieder (Berlin, 10.1.2025)

Mit der Rente ist es so eine Sache: Zunächst muss sie beantragt und schließlich bewilligt werden. Dann dauert alles einige Monate. Es handelt sich um einen gewichtigen bürokratischen Akt, und wir sind immerhin in Deutschland. Außerdem gibt es so viel Wichtigeres zu tun: Vorstellungsgespräche führen, die Planungen für die nächste Rosa-Luxemburg-Konferenz vorantreiben helfen, zum Beispiel. Der Antrag auf die seit Jahren wohlverdiente, trotzdem absurd niedrige Rente kommt in dieser Reihenfolge natürlich ganz hinten.

Wenn dies, buchstäblich auf den letzten Drücker natürlich, erledigt ist, wird bei Dietmar trotzdem kein Ruhestand Einzug halten, denn für geistig rege Menschen ist der Renteneintritt ein fiskalisches, kein politisches Ereignis. Und das hoffen wir auch – dass Dietmar uns mit seinen einmaligen, historisch gewachsenen Erfahrungen in der Redaktion der Tageszeitung junge Welt und im Verlag 8. Mai weiterhin zur Verfügung steht. Einfach wird es sowieso nicht, die 30jährige Epoche des Geschäftsführers Koschmieder fortzusetzen. Mit Dietmar und seinem bisherigen Stellvertreter Peter Borak, die wir beide weiterhin an unserer Seite wissen dürfen, haben wir allerdings die beste denkbare Unterstützung.

Das Jahr 2025 steht bei der jW im Zeichen vieler Änderungen: Nicht nur die Geschäftsführung, auch das Sekretariat sowie die Leitung des Verlags 8. Mai werden von anderen Kollegen übernommen. Sie alle erwartet ein gut bestelltes, ökonomisch solides Haus.

Diejenigen, die nun erwarten, dass das Projekt junge Welt an solchen Herausforderungen und Generationsübergängen scheitern oder inhaltlich verwässern wird, müssen wir enttäuschen. Die Linie des Blattes, die zum Erfolg unter oftmals widrigen Umständen geführt hat, wird weiterhin Richtschnur der marxistisch orientierten Tageszeitung junge Welt und ihres Verlagshauses sein. Es bleibt viel zu tun!

Friedenspropaganda statt Kriegsspielzeug

Mit dem Winteraktionsabo bieten wir denen ein Einstiegsangebot, die genug haben von der Kriegspropaganda der Mainstreammedien und auf der Suche nach anderen Analysen und Hintergründen sind. Es eignet sich, um sich mit unserer marxistisch-orientierten Blattlinie vertraut zu machen und sich von der Qualität unserer journalistischen Arbeit zu überzeugen. Und mit einem Preis von 25 Euro ist es das ideale Präsent, um liebe Menschen im Umfeld mit 30 Tagen Friedenspropaganda zu beschenken.

links & bündig gegen rechte Bünde

Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.