Riesiges Rechenzentrum im Spreewald
Neckarsulm/Lübbenau. Die Schwarz-Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland unter Patriarch Dieter Schwarz (geschätztes Vermögen: 46,5 Milliarden Euro), investiert elf Milliarden Euro in ein riesiges Rechenzentrum in Lübbenau im Spreewald. Es handele sich um die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte, so Christian Müller, Kovorstandschef der Digitalsparte des Konzerns, beim Spatenstich am Montag auf der Baustelle. Müller sagte gegenüber Bild, Daten seien »das Öl des 21. Jahrhunderts, der neue Code, in dem alles Wissen steckt«. Der erste Bauabschnitt des »Schwarz Digits Datacenters« soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden. Bis zu 100.000 KI-Spezialchips (GPUs) können künftig im Rechenzentrum in Lübbenau installiert werden. Zum Vergleich: Das neue Rechenzentrum, das die Deutsche Telekom und Nvidia derzeit in München bauen, soll mit 10.000 GPUs laufen. (dpa/jW)
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Leserbrief von Reinhard Hopp aus Berlin (18. November 2025 um 12:20 Uhr)In früheren Jahrhunderten haben die Herrschenden – insbesondere Kirche und Adel – jegliches relevante Wissen als Herrschaftswissen zu usurpieren und zu monopolisieren versucht, um ihre Untertanen möglichst dumm, abhängig und unterwürfig zu halten. Heute geschieht dergleichen mittels Aneignung gigantischer Datenmengen. Damals scheiterte der Versuch, die absolute Herrschaft einer Minderheit über die Mehrheit zu erlangen und dauerhaft zu sichern, schließlich an der Erfindung des Buchdrucks. Der analoge gegenwärtige Versuch wird an seinem Gigantismus und an der Klimakatastrophe ebenfalls scheitern. Ich habe nie verstanden – und werde es auch niemals verstehen können –, wie man selbstverursachte zusätzliche Abhängigkeiten völlig unhinterfragt als Fortschritt ansehen, propagieren und akzeptieren kann. Dabei weiß doch jeder Mensch kraft seines Verstandes und aus praktischer Lebenserfahrung: »Don’t put all eggs in one basket.«
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