Zum Inhalt der Seite

Oppositionsführer in Kamerun gibt nicht auf

Yaoundé. Der kamerunische Oppositionsführer Issa Tchiroma Bakary hat die Erklärung des Verfassungsrats zurückgewiesen, wonach Präsident Paul Biya als Sieger der Wahlen vom 12. Oktober hervorgegangen sei. Er bezeichnete das Urteil als »fiktiven Sieg« und kündigte Widerstand an. »Das Wahlergebnis ist eindeutig. Wir haben diese Wahl mit großer Mehrheit gewonnen. Dieser Sieg gehört nicht mir allein, sondern dem kamerunischen Volk«, erklärte Tchiroma am späten Dienstag abend in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme, seitdem der Rat Biyas achte Amtszeit bestätigt hatte. Bei Protesten infolge der Verkündung des Wahlsiegs sind seit Montag mindestens zehn Menschen getötet worden. (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2025, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!