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Indonesien: Andauernde Proteste, 20 Vermisste
Jakarta. Bei den seit vergangener Woche anhaltenden regierungskritischen Protesten in Indonesien ist die Polizei nach Angaben von Studierenden erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. Sie setzte demnach in der Großstadt Bandung in der Nähe von zwei Universitäten am Montag abend Tränengas ein. Nach Angaben eines Studenten wurde ein Kommilitone durch ein Gummigeschoss verletzt. Die Demonstrationen hatten vor einer Woche in der Hauptstadt Jakarta begonnen. Sie richteten sich zunächst gegen Sonderzulagen für Abgeordnete. Nachdem ein Motorradtaxifahrer durch ein Polizeifahrzeug getötet wurde, weiteten sich die Proteste auf das ganze Land aus. Einem Minister zufolge starben bislang mindestens acht Menschen. Nach Angaben der Kommission für Verschwundene und Gewalt-opfer hat es bis Dienstag 23 Vermisstenmeldungen gegeben. 20 dieser Fälle seien noch ungeklärt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Antara berichtete, nahm die Polizei allein in Jakarta seit Montag vergangener Woche 1.240 Menschen fest. (AFP/Reuters/jW)
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