Irland nimmt Studenten aus Gaza auf

Dublin. Irland nimmt in dieser Woche 52 palästinensische Studierende aus dem Gazastreifen auf. »Ich begrüße die Ankunft dieser jungen Palästinenser in Irland«, erklärte der irische Außenminister Simon Harris am Donnerstag in einer Mitteilung, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Er wünsche ihnen für ihr Studium »viel Erfolg«. Eine erste Gruppe von 26 Studierenden kommt demnach am Donnerstag an, die übrigen würden zwischen Freitag und Sonntag erwartet.
Da die Ausreise aus dem Gazastreifen von der Genehmigung der zuständigen örtlichen Behörden abhänge, liege die Unterstützung dafür häufig außerhalb der Kontrolle der irischen Regierung, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Regierung arbeite mit Botschaften in der Region und zuständigen Behörden zusammen, um die Reise der Gruppe nach Irland sicherzustellen.
Die Aufnahme der Studierenden, die in Irland durch Stipendien gefördert werden sollen, sei »ein kleiner, praktischer Schritt, den die irische Bevölkerung gehen kann, um Solidarität zu zeigen und jungen Menschen in Palästina zu helfen«, sagte Harris dem Rundfunksender RTE.
Seit Beginn des Kriegs im Gazastreifen hat Dublin nach eigenen Angaben die Ausreise von 200 Menschen von dort nach Irland unterstützt. Irland ist einer der schärfsten Kritiker des israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen, der auf den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 folgte. Die Bevölkerung in Irland ist laut Umfragen zu großen Teilen propalästinensisch eingestellt. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte Dublin einen »souveränen und unabhängigen« palästinensischen Staat anerkannt. (AFP/jW)
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