Kuba warnt vor Bedrohung des Friedens durch US-Flottenaufmarsch in der Karibik

Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Kuba verurteilte am Donnerstag die verstärkte Präsenz von US-Streitkräften in der Karibik:
Die kubanische Regierung lehnt die derzeitige Präsenz von US-Streitkräften in der Karibik entschieden ab. Diese gefährliche Aktion stellt eine ernsthafte Bedrohung und eine aggressive Machtdemonstration dar, die die Souveränität und Selbstbestimmung der Völker Lateinamerikas und der Karibik untergräbt. (…)
Die Anschuldigung der Vereinigten Staaten, die die legitime Regierung Venezuelas und ihren Präsidenten Nicolás Maduro Moros mit kriminellen Organisationen des illegalen Drogenhandels in Verbindung bringen, ist ein absurder Vorwand, der jeder Grundlage entbehrt. Die Regierenden in Washington verwerfen unverantwortlich die Einschätzung ihrer eigenen Drogenbekämpfungsbehörde (DEA), die in ihrem diesjährigen Bericht die Regierung Venezuelas nicht unter den Urhebern oder Unterstützern von Drogenhandelsoperationen nennt, die das US-Territorium bedrohen.
Die Regierung der Vereinigten Staaten greift erneut zu Lügen, um Gewalt und Ausbeutung zu rechtfertigen. Sie nutzt sie für die erneute Umsetzung des auf der Monroe-Doktrin basierenden Herrschaftsschemas, das der Schlüssel zu ihrem Interventionismus auf dem amerikanischen Kontinent ist. (…)
Die Vereinigten Staaten sind laut dem Global Drug Report 2025 des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der größte Markt für Betäubungsmittel in der Region und möglicherweise sogar weltweit. Dies ist eine bekannte Tatsache, und die internationale Gemeinschaft hat die Pflicht, dies anzuprangern. Dort befinden sich die größten Netzwerke, die den Konsum fördern, den Vertrieb sicherstellen, den Handel erleichtern, die hohen Gewinne einziehen und horten und das daraus resultierende Geld innerhalb der Wirtschaft des Landes selbst relativ ungestraft waschen, ohne dass die Regierung ernsthafte und wirksame Anstrengungen unternimmt, um dies zu verhindern. Die enormen Geldsummen aus dem illegalen Markt der Vereinigten Staaten fördern die Entstehung und den Betrieb von Drogenhandelsnetzen in Lateinamerika und in der Karibik. Die mächtige Waffenindustrie dieses Landes und ihre unkontrollierten Privilegien für den Handel nähren die tödliche Macht der kriminellen Organisationen in der Region. (…)
Kuba bekräftigt sein entschlossenes Engagement für einen ehrlichen und wirksamen Kampf gegen den illegalen Drogenhandel, die Verteidigung der nationalen Souveränität und die Förderung von Frieden und Stabilität in Lateinamerika und in der Karibik. (…)
Niemand mit einem Mindestmaß an gesundem Menschenverstand und Ehrlichkeit kann sich vorstellen, dass die Größe der Truppen, die militärische Technik, die Marineeinheiten, einschließlich Atom-U-Booten, und das Feuerpotential, das die Vereinigten Staaten in dieser friedlichen Region der Welt einsetzen wollen, der geeignete Weg sind, um das organisierte Verbrechen, den illegalen Drogenhandel oder die irregulären Migrationsströme zu bekämpfen, noch dass dieser Einsatz tatsächlich die erklärten Ziele verfolgt.
Kuba bekräftigt den Aufruf von Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez auf dem XIII. Außerordentlichen Gipfeltreffen der ALBA-TCP am 20. August, die neuen imperialistischen Machtdemonstrationen entschieden anzuprangern.
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