Nachschlag: Nichts übrig

Ein Remake, vergessen schon, als es noch im Kino lief. Die alten Sieben hatten die Tiefe der sieben Samurai in den Westen gerettet. Das Handwerk des Kriegsadels als selbst besorgte Auflösung. Wo Staatlichkeit (Kodifizierung und öffentliche Ordnung) wirksam durch legitimierte Gewalt sich durchsetzt, werden die Gewaltspezialisten als freie Unternehmer überflüssig. Die sieben Revolvermänner besorgen, indem sie einem Dorf gegen sinistere Kollegen aushelfen, ihren eigenen Untergang. Das Handwerk beseitigt sich, indem es ausgeübt wird. Das ist der Unterschied zum produktiven Handwerk, zur Arbeit der Bauern, die die Helden verteidigen. Von dieser inneren Tragödie haben die neuen Sieben gar nichts. Unfreiwillig Armutszeugnis ablegend, fasst der Film sich zusammen: Sie kämpften für jene, die nicht für sich selbst kämpfen konnten, und sie starben für sie, um eine Schlacht zu gewinnen, die nicht die ihre war. Schon Quatsch. Was nicht ihrs war, das ist der Krieg, die Schlacht war ganz ihre. (fb)
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