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Abgeschobener erneut in USA inhaftiert

Baltimore. Der im März unrechtmäßig nach El Salvador abgeschobene Kilmar Ábrego García ist in den USA erneut inhaftiert worden. Ábrego García sei in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland von der Einwanderungspolizei ICE festgenommen worden, erklärte US-Heimatschutzministerin Kristi Noem am Montag (Ortszeit) auf X. Der 29jährige war im Juni in die USA zurückgebracht und erst in der vergangenen Woche auf richterliche Anweisung wieder freigelassen worden. Sein Anwalt Simon Sandoval-Moshenberg sagte Reportern vor Ort, Ábrego García, der eine Fußfessel trage und praktisch unter Hausarrest stehe, sei offiziell für eine Befragung vorgeladen und dann in Haft genommen worden, »nur um ihn zu bestrafen«.

Ábrego Garcías Anwälte gehen davon aus, dass der salvadorianische Staatsbürger in das ostafrikanische Uganda abgeschoben werden soll – weit weg von seiner Familie und seinem Herkunftsland. Ugandas Regierung hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, im Rahmen eines Migrationsabkommens abgelehnte Asylsuchende aus den USA aufzunehmen. Ábrego García wird von der US-Regierung »Menschenschmuggel« vorgeworfen, da er Personen ohne gültige Papiere bei der Einreise geholfen haben soll. Zur Klärung dieses Sachverhalts ist bereits im Januar ein Gerichtstermin anberaumt.

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Das Weiße Haus nannte Ábrego García vergangene Woche einen »kriminellen illegalen Einwanderer und Frauenschläger«, der Mitglied des organisierten Verbrechens sei und als »Terrorist« zu gelten habe. Für diese Vorwürfe wurden jedoch keinerlei Beweise vorgelegt. Außerdem hatte ein Gericht bereits 2019 entschieden, dass der Beschuldigte nicht aus den USA abgeschoben werden dürfe, da ihm in El Salvador Gefahr drohe. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2025, Seite 6, Ausland

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