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Kulturpolitik

Woke and broke

Donald Trump setzt seinen Kampf gegen Museen fort. Auf seiner Propagandaschleuder Truth Social adressierte er erneut die Smithsonian Institution, die vor allem in Washington zahlreiche Museen betreibt: »Smithsonian ist außer Kontrolle.« Alles drehe sich nur darum, »wie schrecklich unser Land ist, wie schlimm die Sklaverei war und wie wenig die Unterdrückten erreicht haben – nichts über Erfolge, nichts über Strahlkraft, nichts über Zukunft«. Er habe seine Anwälte angewiesen, die Museen zu überprüfen und »genau denselben Prozess zu starten, der bereits an Colleges und Universitäten durchgeführt wurde, wo enorme Fortschritte erzielt wurden«. Trump hatte zuletzt US-Universitäten vermittels Kürzungen von Fördergeldern unter Druck gesetzt, um ihm ideologisch nicht genehme Tendenzen in diesen Einrichtungen zu unterdrücken. Die nun ins Visier geratenen Museen in Washington seien das letzte Überbleibsel der »Woke«-Kultur, schrieb Trump. »Dieses Land kann nicht woke sein, denn woke ist broke.« Auch der Kulturkampf gegen die Museen wird vom Weißen Haus nicht bloß rhetorisch geführt. In der vergangenen Woche hatte die Trump-Regierung die Smithsonian Institution aufgefordert, Konzeptentwürfe und Ausstellungspläne sowie Kataloge und Programme aller laufenden Ausstellungen vorzulegen, damit diese auf unvorteilhafte Darstellungen der US-Geschichte geprüft werden können. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2025, Seite 11, Feuilleton

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