Zum Inhalt der Seite

Syrien: Beduinen aus Suweida vertrieben

Suweida. Im Süden Syriens sollen rund 1.500 sunnitische Beduinen aus der umkämpften Provinz Suweida vertrieben werden. In einem ersten Schritt seien rund 350 von ihnen am Montag in die benachbarte Provinz Deraa gebracht worden, erfuhr dpa von dortigen Ortsvertretern. Die meisten seien Frauen, Kinder und Verletzte. In den kommenden Tagen würden weitere Konvois erwartet. Die Nachrichtenagentur Sana zeigte, wie die Familien mit Bussen nach Deraa gebracht werden, und sprach von einer »Evakuierung«. Seit rund einer Woche kämpfen in Suweida drusische Milizen mit sunnitischen Beduinenclans, die von der Regierung in Damaskus und deren Verbündeten unterstützt werden. In der Stadt Suweida, die mehrheitlich von Drusen bewohnt wird, wurden viele Beduinenfamilien eingekesselt. Die Regierung erklärte, für sie gebe es Fluchtrouten. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2025, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen