Zum Inhalt der Seite

Linke will Richter vorschlagen

Berlin. Die Linkspartei fordert ein Vorschlagsrecht für die Richterwahl am Bundesverfassungsgericht. In einem Brief an Union, SPD und Grüne habe man eine Änderung der Proporz-Formel gefordert, schilderte Linken-Chef Jan van Aken der Rheinischen Post am Montag. Laut aktueller Formel sollen in jedem Senat je drei Richter auf Vorschlag von Union und SPD und je ein Richter auf Vorschlag von Grünen und FDP sitzen. Da die FDP nicht mehr im Bundestag sitze, sei die zwecks Richterwahl nötige Zweidrittelmehrheit ohne Linke oder AfD nicht möglich, argumentierte van Aken. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.07.2025, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!