-
11.04.2024
- → Feuilleton
Unter der Soutane
Ein Gericht in Polen hat einen Priester wegen Sexual- und Drogendelikten zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem ein Mann bei einer Sexparty in seiner Wohnung das Bewusstsein verloren hatte. Der Geistliche muss dem Geschädigten zudem umgerechnet 3.600 Euro Entschädigung zahlen, wie die Nachrichtenagentur PAP am Dienstag berichtete. Nach einem Bericht der Zeitung Gazeta Wyborcza hatte der Priester aus dem Ort Dąbrowa Górnicza in der Nähe von Katowice im August eine Sexparty in seiner Wohnung gefeiert. Neben mehreren Priestern soll demnach auch ein Prostituierter dabeigewesen sein. Als dieser das Bewusstsein verlor, wollten einige Teilnehmer zunächst die herbeigerufenen Rettungssanitäter nicht ins Haus lassen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Priester der Beraubung sexueller Freiheit, der Bereitstellung von Drogen sowie unterlassener Hilfeleistung schuldig gemacht hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!