UNO: Israel verhindert Hilfslieferungen in den Gazastreifen
Genf. Israelische Streitkräfte blockieren nach Angaben der UNO den Zugang zum Gazastreifen und erschweren dadurch Hilfslieferungen für die Bevölkerung in dem Kriegsgebiet. Es sei beinahe unmöglich geworden, Kranke oder Verletzte in Sicherheit zu bringen und Hilfsgüter in den Norden – und zunehmend auch in den Süden – des Palästinensergebiets zu bringen, sagte Jens Laerke, Sprecher des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) am Dienstag vor Journalisten in Genf.
Sämtliche für den Norden des Gazastreifens bestimmte Hilfslieferungen wurden in den vergangenen Wochen demnach verhindert. Die letzte Lieferung fand der Weltgesundheitsorganastion (WHO) zufolge am 23. Januar statt. Sogar zuvor von israelischen Beamten kontrollierte Lkw seien blockiert oder beschossen worden.
Laerke berichtete von einem Vorfall am Sonntag, bei dem ein Konvoi der WHO und des Palästinensischen Roten Halbmonds mit 24 Patienten aus dem belagerten Al-Amal-Krankenhaus in der südlichen Stadt Chan Junis sieben Stunden lang aufgehalten wurde. »Das israelische Militär zwang Patienten und Personal aus den Krankenwagen und zog allen Sanitätern die Kleidung aus«, sagte Laerke. (AFP/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
¡Sahara libre!
vom 28.02.2024 -
Kein Durchbruch bei Waffenruhe
vom 28.02.2024 -
Nicht endender Raubzug
vom 28.02.2024 -
Syriza zerlegt sich selbst
vom 28.02.2024 -
Israel ignoriert IGH
vom 28.02.2024 -
Abnutzung an der »Blauen Linie«
vom 28.02.2024 -
»Das ist ein hochgefährliches Spiel«
vom 28.02.2024