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Aus: Ausgabe vom 01.09.2023, Seite 11 / Feuilleton
Filmwirtschaft

Erste Wahl

Nach Kritik am Auswahlverfahren wird der Weg zum Deutschen Filmpreis geändert. Künftig soll mit der Vorauswahl eine der bisher drei Stufen zu den begehrten Lolas wegfallen, wie die Deutsche Filmakademie am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der nächste Deutsche Filmpreis soll am 3. Mai 2024 in Berlin verliehen werden.

Die gut 20 Preise und mehr als 50 Nominierungen sind mit insgesamt knapp drei Millionen Euro an öffentlichen Geldern dotiert. Zweifel und Diskussionen um das Verfahren gab es zuletzt im vergangenen Jahr. Während die oscargefeierte Produktion »Im Westen nichts Neues« des Streaminganbieters Netflix gleich mehrfach nominiert wurde, stand Christian Petzolds vielgelobter Film »Roter Himmel« nicht auf der Liste.

Ähnlich wie bei den Oscars in den USA stimmen auch in Deutschland die Mitglieder der Filmakademie über die Gewinnerinnen und Gewinner ab. Im Herbst 2022 wurde laut Akademie mit der Ausarbeitung eines neuen Wahlverfahrens begonnen. »Die Mitglieder der Akademie wählen die Nominierungen zukünftig direkt aus allen eingereichten Filmen und nicht mehr aus einer reduzierten, durch eine Kommission getroffenen Vorauswahl«, so die Filmakademie.

Aus den Nominierungen wählen dann die mehr als 2.200 Mitglieder der Filmakademie in einem zweiten und nun letzten Schritt die Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Filmpreises. Die gewachsene Anzahl der Mitglieder und die digitale Sichtungsplattform
werden als Gründe genannt, die das neue Verfahren ermöglichen. »Um sicherzustellen, dass alle für das Auswahlverfahren angemeldeten Filme gesehen werden, erhält jedes Akademiemitglied eine zugeloste Liste an durchschnittlich zehn Filmen, die mindestens gesehen werden müssen, um abstimmen zu dürfen«, so die Akademie. So werde jeder Film statistisch von mindestens 100 Mitgliedern gesichtet. (dpa/jW)

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