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Online Extra
17.03.2023, 19:51:06 / Ausland

US-Außenminister zu Besuch in Niger

US-Außenminister Blinken trifft in der nigrischen Hauptstadt Nia
US-Außenminister Blinken in der nigrischen Hauptstadt Niamey (16.3.2023)

Niamey. Die USA wollen ihre Zusammenarbeit mit dem Sahelstaat Niger vertiefen. Das machte US-Außenminister Antony Blinken bei seinem bis Freitag währenden Besuch in der nigrischen Hauptstadt Niamey deutlich. Es war die erste Reise eines amtierenden US-Außenministers in das 26-Millionen-Einwohner-Land – eines der ärmsten der Welt. Zuvor hatte Blinken Äthiopien einen Besuch abgestattet.

»Niger ist eine junge Demokratie in einem schwierigen Teil der Welt, aber bleibt den gemeinsam geteilten demokratischen Werten treu. Niger war schnell dabei, demokratische Werte zu verteidigen, die in den Nachbarstaaten bedroht sind«, sagte Blinken laut dem am Freitag veröffentlichten Redetext nach Treffen mit Staatschef Mohamed Bazoum und Außenminister Hassoumi Massoudou am Donnerstag abend. Hintergrund seiner Äußerungen ist, dass die Regierungen von Nigers Nachbarländern Mali und Burkina Faso sich vom »Westen« ab- und Russland zuwenden. Der US-Außenamtschef kündigte bei seinem Besuch weitere »Hilfszahlungen« im Umfang von 150 Millionen US-Dollar für die Region an. Die USA wollten in Niger unter anderem in den Bereichen innere Sicherheit, Landwirtschaft und Infrastruktur Investitionen tätigen.

Die Sahelzone wird seit Jahren von dschihadistischen Milizen heimgesucht. Einige dieser Gruppen haben sich nominell dem Islamischen Staat und Al-Kaida angeschlossen. Immer wieder kommt es zu Anschlägen mit Toten und Verletzten. Hunderttausende sind auf der Flucht. Die USA sind seit 2013 in Niger militärisch präsent. Auch Frankreich und Deutschland unterhalten dort Militärkontingente. (dpa/jW)

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