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Weniger Lohn im Osten: Angleichung nicht in Sicht

Berlin. Ostdeutschland hat beim Gehaltsniveau in den vergangenen 20 Jahren etwas aufgeholt. Von 2002 bis 2021 stiegen die Löhne hier um 17,3 Prozent, im Westen hingegen nur um 5,5 Prozent, wie das Portal Zeit online am Dienstag berichtete. Grundlage war eine Auswertung von Gehaltsdaten aus sämtlichen 4.252 Gemeinden in Deutschland. Was die gute Nachricht unterschlägt: Weil das Ausgangsniveau so eklatant unterschiedlich ist, verdienen Arbeiter im Osten durchschnittlich immer noch etwa 20 Prozent weniger als ihre Berufskollegen im Westen. Am größten ist die Lohnlücke in Kernbereichen der Wirtschaft wie Bekleidungs- oder Autoindustrie (mehr als 40 Prozent und 29 Prozent), Schiffahrt (28 Prozent) oder Kohlebergbau (27,4 Prozent). Mit dem derzeitigen Tempo würde die Angleichung der Löhne in diesen Branchen noch deutlich mehr als 50 Jahre dauern. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.09.2022, Seite 1, Inland

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