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Kulturpolitik

Wurzeln des Holocausts

Für ihr Wirken im internationalen Kulturaustausch sind am Sonntag in Weimar drei Frauen und ein Mann mit den renommierten Goethe-Medaillen geehrt worden. Die Auszeichnung ging in diesem Jahr an den Multimediakünstler Mohamed Abla aus Ägypten, die Historikerin Tali Nates aus Südafrika sowie Nimi Ravindran und Shiva Pathak vom Theaterkollektiv Sandbox Collective aus Indien. Abla engagiert sich laut dem Goethe-Institut seit Jahrzehnten in der ägyptischen Kulturszene für Verständigung, Meinungsfreiheit und Diversität. Die Historikerin Nates habe mit dem »Johannesburg Holocaust and Genocide Centre« einen zen­tralen Ort der Erinnerung geschaffen, der nach den Wurzeln des Holocausts sowie des Genozids in Ruanda frage. Die indischen Künstlerinnen Ravindran und Pathak setzten sich kritisch mit Konzepten von Identität und Diversität auseinander und kämpften für eine freie, mitfühlende und gleiche Gesellschaft. Die Preisträger stellten auch in diesem Jahr ihre Arbeiten beim Kunstfest in Weimar vor. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2022, Seite 10, Feuilleton

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