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Aus: Ausgabe vom 15.07.2022, Seite 11 / Feuilleton
Documenta 15

Sehr erstaunt

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) zieht die Kompetenz der Documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann in Zweifel. Eine Aufklärung, wie es dazu kommen konnte, dass bei der Weltkunstschau in Kassel ein Bild mit antisemitischen Elementen gezeigt wurde, stehe weiter aus, teilte ein Sprecher Roths am Donnerstag in Berlin mit. Gleiches gelte für die Notwendigkeit, Konsequenzen zu ziehen. »Es ist zunehmend fraglich, ob die Documenta-Generaldirektorin das leisten kann oder will.« Schormann hatte die Reaktion der Ausstellungsleitung auf die Vorwürfe am Dienstag in einer Erklärung verteidigt. Ihre Darstellung der Abläufe sei »so nicht zutreffend«, behauptete nun Roths Sprecher. »Über das Statement von Frau Schormann war die Kulturstaatsministerin sehr erstaunt und befremdet.« (dpa/jW)

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