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EU-Banken verschieben Milliarden in Steueroasen

Brüssel. Europäische Banken nutzen Schlupflöcher. Das hat eine Untersuchung der unabhängigen Forschungsstelle European Tax Observatory ergeben, die am Montag in Paris und Brüssel veröffentlicht wurde. Zu den Geldinstituten mit einer »relativ hohen Präsenz in Steuerparadiesen« gehört den Autoren zufolge auch die Deutsche Bank, die durchschnittlich 21 Prozent Profit in Steuerparadiesen zwischen 2018 und 2020 gemeldet habe. Die größten europäischen Geldhäuser hätten jährlich insgesamt rund 20 Milliarden Euro in 17 Gebieten mit besonders niedrigen Steuern erzielt – darunter in den Bahamas, Panama, aber auch in EU-Staaten wie Irland, Malta und Luxemburg. Das entspreche rund 14 Prozent ihrer vorsteuerlichen Erlöse. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.09.2021, Seite 1, Inland

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