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Ermittlungen gegen BKA-Beamte

Berlin. Angehörige einer Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamtes (BKA) sollen mit rassistischen Kommentaren aufgefallen sein und in einer Chatgruppe Enthauptungsvideos geteilt haben. Wie mehrere Mitglieder des Innenausschusses des Bundestages am Dienstag erfuhren, sollen einzelne Angehörige der Einheit, die sich vor allem um den Personenschutz bei Reisen in Krisengebiete kümmert, Einsatzstaaten als »Drecklochsländer« und die Einwohner rassistisch beleidigt haben. Wie Mitglieder des Ausschusses übereinstimmend berichteten, soll es auch sexistische Äußerungen und Mobbing gegeben haben. In mindestens einem Fall soll angeblich der Hitlergruß gezeigt worden sein. Wie das BKA mitteilte, hat die Berliner Staatsanwaltschaft inzwischen Ermittlungen gegen drei Beamte eingeleitet. BKA-Präsident Holger Münch hatte am 17. November vergangenen Jahres Strafanzeige gestellt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2021, Seite 4, Inland

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