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Aus: Ausgabe vom 21.04.2021, Seite 1 / Inland
Machtgerangel zwischen CDU und CSU

Laschet nun Kanzlerkandidat der Union

Kontrahent und CSU-Chef Söder akzeptiert Entscheidung, dankt Unterstützern aus Schwesterpartei
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Armin Laschet im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin am Dienstag

Der Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der Union ist entschieden: CDU-Chef Armin Laschet hat sich gegen den CSU-Vorsitzenden Markus Söder durchgesetzt und wird die Union als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf führen. Nach einem deutlichen Votum des CDU-Bundesvorstands für Laschet erklärte Söder am Dienstag seinen Verzicht. Der CSU-Chef sagte dem CDU-Vorsitzenden seine volle Unterstützung zu, Laschet bot der Schwesterpartei CSU eine enge Abstimmung im Wahlkampf an.

»Die Würfel sind gefallen«, sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München. Söder betonte, er werde, wie angekündigt, das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef akzeptieren und Laschet ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen. Nun gehe es darum zusammenzustehen. Söder zog damit rund zwölf Stunden nach dem Beschluss des CDU-Führungsgremiums seinerseits einen Schlussstrich unter das seit mehr als einer Woche bestehenden Ringen mit Laschet um die Kandidatur. In seiner kurzen Stellungnahme, nach der er keine Fragen zuließ, dankte Söder seinen Unterstützern, gerade auch denen aus der CDU. Er erwähnte dabei ausdrücklich die »mutigen Abgeordneten«, die in der Schwesterpartei für ihn das Wort ergriffen hätten, und bedankte sich »bei den Jungen, bei den Modernen (…) für ihre wirklich überragende Unterstützung.«

Als Konsequenz aus dem Machtkampf um die Kanzlerkandidatur sollten CDU und CSU nach Auffassung ihres Bundestagsfraktionschefs Ralph Brinkhaus für die Zukunft ein klares Verfahren für diese Entscheidung festlegen. Dieses werde man zwar hoffentlich nicht so schnell brauchen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin vor Beginn einer Fraktionssitzung. »Aber wenn es denn so weit ist, dann sollte man rechtzeitig vorher einen Prozess definieren.« (dpa/AFP/jW)

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Leserbriefe zu diesem Artikel:

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