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Halle-Prozess: Täter leugnet Holocaust

Magdeburg. Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag von Halle am 9. Oktober 2019 hat der angeklagte Stephan Balliet am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Naumburg in seinen letzten Worten erneut den Holocaust geleugnet. Anwälte der Nebenklage protestierten lautstark, die Vorsitzende Richterin Ursula Mertens unterbrach die Sitzung und gab dem Angeklagten noch einmal Gelegenheit zum letzten Wort. Er wollte sich aber nicht mehr äußern. Am 21. Dezember soll das Urteil verkündet werden. Die Bundesanwaltschaft fordert eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2020, Seite 4, Inland

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