-
28.11.2020
- → Inland
Seehofer will wieder nach Syrien abschieben
Berlin. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will den generellen Abschiebestopp für Syrien nicht über den 31. Dezember hinaus verlängen. Er wolle künftig »wieder in jedem Einzelfall prüfen, ob Abschiebungen nach Syrien möglich sind«, sagte Seehofer gegenüber dpa. Das Auswärtige Amt will zu den Beratungen der Innenminister einen neuen Bericht zur Sicherheitslage in Syrien vorlegen. Die innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, Ulla Jelpke, äußerte die Vermutung, die Debatte über Abschiebungen sogenannter Gefährder diene »als Türöffner, um langfristig auch andere Gruppen nach Syrien abschieben zu können«. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!