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Pharmariese Bayer mit Milliardenverlust

Leverkusen. Ein schwaches Geschäft mit Saatgut und Spritzmitteln hat dem Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer einen Milliardenverlust eingebracht. Auch wegen Abschreibungen in der Agrarsparte fiel im dritten Quartal unter dem Strich ein Verlust von rund 2,7 Milliarden Euro an, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Vor einem Jahr hatte Bayer noch einen Überschuss von einer Milliarde Euro erzielt. Der Konzernumsatz – also inklusive des Pharmabereichs – sank im Sommerquartal um 13,5 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Die schlechte Entwicklung für den Multi ist auch coronabedingt: Da die Preise für Mais und Soja im Keller sind, kaufen Bauern weniger überteuerte Agrarprodukte von Bayer. Zusätzlich belasten den Konzern Klagen wegen des eingesetzten Spritzmittels Roundup mit dem mutmaßlich krebserregenden Wirkstoff Glyphosat. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2020, Seite 1, Inland

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