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Großbritannien fordert »mehr Realismus« von EU

London. Vor der neuen Verhandlungsrunde zwischen der EU und Großbritannien über die Beziehungen nach dem »Brexit« hat der britische Chefunterhändler David Frost »mehr Realismus« von Brüssel gefordert. Wenn ein Abkommen bis Ende des Jahres stehen solle, müsse es in dieser Woche Fortschritte geben, betonte Frost vor den Gesprächen mit dem EU-Chefunterhändler Michel Barnier am Dienstag nachmittag in London. Überschattet werden die neuen Verhandlungen von Plänen der britischen Regierung, durch ein nationales Gesetz Änderungen am Nordirland-Komplex im EU-Austrittsvertrag vorzunehmen. London hatte zuvor von »Klarstellungen« gesprochen, die EU fordert hingegen die Einhaltung des Abkommens. Die Nordirland-Frage gehörte zu den größten Streitpunkten zwischen den Briten und der EU. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.09.2020, Seite 1, Ausland

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