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13.11.2019
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Mia san Mensch
Der erste Mensch war ein Bayer. Genauer gesagt stammt der wohl älteste Vorfahre des Menschen aus dem heutigen Bayern und heißt »Danuvius guggenmosi«. Das belegen sensationelle Funde eines Forscherteams der Uni Tübingen unter Leitung der Paläontologieprofessorin Madelaine Böhme. Der Fund im Landkreis Ostallgäu ist fast zwölf Millionen Jahre alt und zeigt einen Menschenaffen, der bereits aufrecht ging, was als ein untrügliches Zeichen der Menschwerdung gilt. Das nährt den Verdacht, dass auch die heutige Bevölkerung Bayerns (zumindest der überwiegende Teil davon) menschliche Vorfahren besitzt.
Bisher hatte man angenommen, dass der älteste Urahn des Menschen in Afrika lebte. Vermutlich ist der »Danuvius guggenmosi« später nach Afrika ausgewandert und hat größere Gebiete des Kontinents besiedelt. Die heutige Migrationswelle aus Afrika Richtung Europa, speziell nach Deutschland, könnte als späte Rückkehr der Ureinwohner in die alte Heimat verstanden werden, als unwiderstehlicher Ruf der Natur sozusagen.
Die Besiedlung des Nordens verlief offenbar anders, wie Wahlergebnisse im Bundesland Thüringen (nördlich von Bayern) zeigen. Die Vorfahren eines Viertels der dortigen Bevölkerung stammen möglicherweise von einer anderen menschenähnlichen Primatenart ab.
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